Gedichten rond de dood 12

aus: Epitaphe

Meinem Bruder Mojshe zugeeignet

1
Ihr eingeritzten Lettern auf den Wanden
von Totenhäusern, Ghettos und Verliesen,
in allen Sprachen und von tausend Händen,
in allen Farben, die in Menschentränen fliessen,
ich habe meinen Namen zwischen euch erkannt
und werd wie eine Melodie euch ewig hören.

Löscht aus die Sterne! Selber flammt und brennt
hoch oben über dieser Welt, statt Sternen!

3
Ein andres Leben hab ich nie versucht,
ob mir sein Grauen lieber wäre.
Und andre Weisheit hab ich nie gesucht,
als selber Pflugschar sein und selber Erde
und aufzupflügen jene Kraft, die einst gewollt,
dass ich nicht ungeboren sei für alle Zeit.
Dank dir, dass du geschenkt mir eine Welt,
dass du mich kennst, ein Gras in deiner Ewigkeit.

7
Ihr Menschen!

Der diese Zeilen eingekratzt,
heisst Ariel Blank,
ein Musikant.

Dort, vergraben
nah der Wand,
liegt versteckt im Futteral der Violine
ein Geschöpf der Welt –
mein Kind.

Ihr Menschen!
Greift zum Spaten,
findet.

Übergebt den Schatz als ein Geschenk
an einen neuen Paganini –
ihm werden die Gebeine meines Kindes
eine Violine sein, eine Zaubervioline.

8
So steht geschrieben auf einem Waggonbrett:

Wer sie später einmal findet, Perlen,
aufgefädelt auf ein blutigrotes Schnürchen Seide,
und auf den Hals zulaufend immer dünner,
wie der Weg des Lebens,
bis sie übergehn in einen Nebel,
nicht mehr wahrzunehmen -,
wer diese Perlen einmal findet,
wissen soll er: Kühl beleuchtet haben sie
das Herz, kaum achtzehnjährig, ungeduldig,
der Pariser Tänzerin Marie.

Jetzt bringt man mich, ich weiss nicht wo, durch Polen,
da werf ich meine Perlen durch das Gitter.

Findet später sie ein junger Mann –
zieren sollen diese Perlen seine Liebste.
Findet später sie ein Mädchen –
tragen soll es sie, denn sie gehören ihm.
Findet später sie ein Greis –
sprechen soll er für die Perlen ein Gebet.

13
Heut oder morgen, –
schon bald kommt der Friede,
vor Sternen und Wein
werden tanzen die Schänken.

Wer denkt dann wohl noch
an den letzten Zigeuner,
an mich, den gefesselten Adler
Alecko?

Denn tot ist mein Mädchen,
mein Pferd ist gefangen,
sein goldenes Eisen,
das hat man gestohlen.
Und niemand kann wissen,
dass du auch, mein Messer,
zerbrochen noch steckst
in den Rippen des Feindes.

Wilnaer Ghetto – Moskau – Lodz
1943-1946

Abraham Sutzkever

Übersetzung Peter Comans


from Epitaphs

Written on a slat of a railway car:

If some time someone should find pearls
threaded on a blood-red string of silk
which, near the throat, runs all the thinner
like life’s own path until it’s gone
somewhere in a fog and can’t be seen—

If someone should find these pearls
let him know how—cool, aloof—they lit up
the eighteen-year-old, impatient heart
of the Paris dancing girl, Marie.

Now, dragged through unknown Poland—
I’m throwing my pearls through the grate.

If they’re found by a young man—
let these pearls adorn his girlfriend.
If they’re found by a girl—
let her wear them; they belong to her.
And if they’re found by an old man—
let him, for these pearls, recite a prayer.

ABRAHAM SUTZKEVE

vertaling Jacqueline Osherow


What Will Stay Behind

Who will stay behind, and what? A wind.
Blindness from the blind man disappearing.
A token of the sea: a strand of foam.
A cloud stuck in a tree.

Who will stay behind, and what? A single sound
as genesis regrasses its creation.
Like the violin rose that honors just itself.
Seven grasses of that grass do understand.

More than all the stars hence and northward,
that star will stay that sinks into a tear.
Forever in its jug, a drop of  wine remains.
What will be left here? God. Not enough for you?

ABRAHAM SUTZKEVER

vertaling Zackary Sholem Berger

https://www.poetryfoundation.org/poets/abraham-sutzkever#tab-poems


Poem from a Diary (1974)

Who will last?
And what will last?
A breeze,
a blindman’s blindness when he’s passed,
sea-sign,
strand of foam,
a cloud caught up on its way home.

Who will last?
And what will last?
A single sound,
creation-grassed,
greening and unbound.
A fiddle rose stands tall.
Seven grasses of the grasses
will understand it all.

More than all the stars
North-strewn down to here,
a star will last
that falls into nothing but a tear.
In its jug a drop of wine stands true.
Who will last?
God will last.
Not enough for you?

Abraham Sutzkever

Translated by Michael Steinlauf (2009)

http://www.yiddishpoetry.org/postwar/Lid fun togbukh 1974.pdf


ז

כ׳געפֿין אַנשטאָט דיך אַ צעריסנס דײַן העמד,

נעם איך צום האַרצן און דריק עס פֿאַרשעמ.

עס ווערן די לעכער פֿון העמד מײַנע טעג

און דער זוים פֿונעם העמד ווערט אין האַרץ מיר אַ זעג
.
צערײַס איך פֿון לײַב מײַנע קליידער ואן קריך

אין דײַן אָפֿענעם נאַקעטן העמד ווי אין זיך.

ס׳איז מער ניט קיין העמד, ס׳איז דײַן ליכטיקע הויט,

ס׳איז דײַן קאַלטער, דײַן איבערגעבליענער טויט
.

ח

רעדסטו צו מיר

אַזוי וואָרהאַפֿטיק עכט:

– ניטע, מײַן קינד,

ס׳איז אַ זינד, ס׳איז אַ זינד,

און אונדזער צעטיילונג

נעם אָן פֿאַר גערעכט
.
אַז דו ביסט פֿאַראַן,

בין איך דאָ סײַ־ווי־סײַ,

ווי דער יאָדער אין פֿלוים

פֿאַרמאָגט שוין דעם בוים

און די נעסט און דעם פֿויגל

און אַלץ וואָס דערבײַ
.

ווילנער געטאָ, אָקטאָבער 1942

Abraham Sutzkever


VII.
Instead of you, I find your torn coat
I press it to my heart, bashful and raw.
The holes of your shirt become my days
And the seam of your shirt in my heart like a saw.
I rip the clothes off my body and creep
Into your naked shirt as into myself.
No longer a shirt—your shining skin,
Your cold, your everlasting death.

VIII.
You are talking to me
So palpably bright:
—Don’t, my child,
It’s a sin, it’s a sin!
This is our parting—
Accept it as right.
If you are still here,
Then I exist too,
As the pit in a plum
Bears in it the tree
And the nest and the bird
And everything else too.

Vilna Ghetto, October 1942

Abraham Sutzkever

Vertaling Saul Noam Zaritt


Erfrorene Juden

Hast du gesehen auf Feldern verschneit
erfrorene Juden, gereiht Seit an Seit?

Kein Atemzug. Bläue von Marmorgestein.
Und doch will kein Tod in den Leibern dort sein.

Denn irgendwo funkelt erfroren der Geist,
wie ein goldener Fisch, in der Welle vereist.

Sie reden nicht, schweigen nicht. Denken wie eh.
Auch die Sonne liegt nächtens erfroren im Schnee.

Es liegt auf den rosigen Lippen im Frieren
ein Lächeln, und dennoch, es kann sich nicht rühren.

Ein hungriges Kind bei der Mutter ganz dicht.
Nur seltsam: Zu stillen vermag sie es nicht.

Entblösst liegt, erstarrt seine Fäuste, der Greis
und kann seine Kraft nicht befreien vom Eis.

Zu zahllos ist Tod mir begegnet bisher,
und keinerlei Arten verwundern mich mehr.

Doch mitten im Juli, der Hitze der Gassen,
packt Frost mich als würde mich Irrsinn erfassen.

Die bläulichen Leichen, wo immer ich geh,
erfrorene Juden auf Feldern voll Schnee.

Schon deckt meine Haut eine marmorne Schicht,
allmählich verlöschen das Wort und das Licht.

Und meine Bewegung erfriert wie heim Greis,
der all seine Kraft nicht befrein kann vom Eis.

Moskau

  1. Juli 1944

Abraham Sutzkever

Übersetzung Peter Comans


Frozen Jews

Did you ever see in fields of snow
Frozen Jews, in row upon row?

Breathless they lie, marbled and blue.
Of death in their bodies, no hint and no clue.

Somewhere their spirit is frozen and saved
Like a golden fish in a frozen wave.

Not speaking. Not silent. Just thinking bright.
The sun too lies frozen in snow at night.

On a rosy lip, in the freeze, still glows
A smile — will not move, not budge since it froze.

Near his mother, a baby starving, at rest.
How strange: she cannot give him her breast.

The fist of a naked old man in surprise:
He cannot release his force from the ice.

So far, I have tasted all kinds of death,
None will surprise me, will catch my breath.

But now, overcome in the mid-July heat
By a frost, like madness, right in the street:

They come toward me, blue bones in a row —
Frozen Jews over plains of snow.

My skin is covered with a marble veil.
My words slow down, my light that is frail.

My motions freeze, like the old man’s surprise,
Who cannot release his force from the ice.

Moscow, July 10, 1944

Abraham Sutzkever


Ein Wagen Schuhe

Die Räder jagen, jagen,
was tragen sie mir zu.
Es wimmelt auf dem Wagen
von einer Ladung Schuh.

Als käm ein Hochzeitsbaldachin
im abendlichen Glanz,
so rollt der Karren Schuh dahin
wie Menschen, froh heim Tanz.

Ist wirklich Hochzeit heute?
Was täuscht nur meinen Bliek?
Das Schuhwerk ruft vertraute
Gestalten mir zurück.

Ich hör die Absätz klappern:
Wohin, wohin, wohin?
Aus alten Wilner Gassen
treibt man uns nach Berlin.

Wer wohl die Schuh getragen …
Mir läuft durchs Herz ein Riss.
Ihr Schuh, ihr müsst mir sagen:
Wo sind sie, eure Füss?

Die Füss zu den Pantoffeln
mit Knöpfen hell wie Tau.
Mein Blick sucht ohne Hoffen
den Säugling, sucht die Frau.

Und Schühchen, winzig kleine,
warum seh ich kein Kind?
Zieht keine Braut sich, keine,
die Brautschuh an geschwind?

Ich find bei all dem Leder
der Mutter Schuh, die besten,
die trug sie hin und wieder
an Sabbat nur und Festen.

Und wie die Absätz klappern:
Wohin, wohin, wohin?
Aus alten
Wilner Gassen
treibt man uns nach Berlin.

Wilnaer Ghett
1 Januar 1943

Abraham Sutzkever

Übersetzung Peter Comans


A wagon of shoes

The wheels they drag and drag on,
What do they bring, and whose?
They bring along a wagon
Filled with throbbing shoes.

The wagon like a khupa
In evening glow, enchants:
The shoes piled up and heaped up,
Like people in a dance.

A holiday, a wedding?
As dazzling as a ball!
The shoes — familiar, spreading,
I recognize them all.

The heels tap with no malice:
Where do they pull us in?
From ancient Vilna alleys,
They drive us to Berlin.

I must not ask you whose,
My heart, it skips a beat:
Tell me the truth, oh, shoes,
Where disappeared the feet?

The feet of pumps so shoddy,
With buttondrops like dew —
Where is the little body?
Where is the woman too?

All children’s shoes — but where
Are all the children’s feet?
Why does the bride not wear
Her shoes so bright and neat?

‘Mid clogs and children’s sandals,
My Mama’s shoes I see!
On Sabbath, like the candles,
She’d put them on in glee.

The heels tap with no malice:
Where do they pull us in?
From ancient Vilna alleys,
They drive us to Berlin.

Abraham Sutzkever


My every breath is a curse.
Every moment I am more an orphan.
I myself create my orphanhood
With fingers, I shudder to see them
Even in dark of night.

Once, through a cobblestone ghetto street
Clattered a wagon of shoes, still warm from recent feet,
A terrifying
Gift from the exterminators…
And among them, I recognized
My Mama’s twisted shoe
With blood-stained lips on its gaping mouth.

— Mama, I run after them, Mama,
Let me be a hostage to your love,
Let me fall on my knees and kiss
The dust on your holy throbbing shoe
And put it on, a tfillin on my head,
When I call out your name!

But then all shoes, woven in my tears,
Looked the same as Mama’s.
My stretched-out arm dropped back
As when you want to catch a dream.

Ever since that hour, my mind is a twisted shoe.
And as once upon a time to God, I wail to it
My sick prayer and wait
For new torments.
This poem too is but a howl,
A fever ripped out of its alien body.
No one to listen.
I am alone.
Alone with my thirty years.
In their pit they rot —
Those who once were called
Papa.
Mama.
Child.

Vilna Ghetto, July 30, 1943

Abraham Sutzkever


Execution

Digging a pit as one must, as they say.
I seek in the earth a solace today.

A thrust and a cut — and a worm gives a start:
It trembles below me, breaking my heart.

My spade cuts him through — and a miracle, see:
The worm divided — becomes two, becomes three.

I’m cutting again: they are four, they are five —
Was it I who created all of those lives?

Then the sun breaks through my darkest mood
And new hope makes me proud and firm:

If a worm will never succumb to the cut,

Can you say you are less than a worm?

May 22, 1942

Abraham Sutzkever


XLI

La Muerte de rodillas mana
su sangre blanca que no es sangre.
Se huele a garantía.
Pero y a me quiero reír.

Murmúrase algo por allí. Callan.
Alguien silba valor de lado,
y hasta se contaría en par
veintitrés costillas que se echan d e menos
entre sí, a ambos costados; se contaría
en par también, toda l a fila
de trapecios escoltas.

En tanto, el redoblante policial
(otra vez me quiero reír)
se desquita y nos tunde a palos,
dale y dale,
de membrana a membrana,
tas
con
tas.

César Vallejo


XLI

Geknield doet de Dood vloeien
haar witte bloed dat geen bloed is.
Het ruikt naar vertrouwde zekerheid.
Maar ik wil al lachen.

Daar wordt iets gefluisterd. Ze zwijgen.
Iemand hiernaast fluit zich moed in,
en zelfs zouden als even worden geteld
drieëntwintig ribben die elkaar missen
onder elkaar, langs beide zijden; ook zou
als even worden geteld heel de rij
trapezelijke bewakers.

Ondertussen, de trommelaar van politie
(nog eens wil ik lachen)
neemt wraak en ranselt ons duchtig af,
sla maar e n sla maar,
huid op huid,
aambeeld
tegen
aambeeld.

César Vallejo

Vertaling Bart Vonck


XLI

Der Tod verströmt auf Knien
sein weißes Blut, das kein Blut ist.
Es riecht nach Garantie.
Aber schon will ich herauslachen.

Dort wird etwas geflüstert. Sie verstummen.
Jemand pfeift sich Mut nebenan,
und man würde sogar paarweise
dreiundzwanzig Rippen zählen, die sich gegenseitig
vermissen, auf jeder Seite,
paarweise auch die ganze Reihe
von geleitenden Rückenmuskeln zählen.

Währenddessen entschädigt sich
(wieder will ich lachen)
der trommelnde Polizist und verprügelt uns,
Hieb auf Hieb,
von Membrane zu Membrane,
Zas
gegen
Zas.

César Vallejo

Vertaling Curt Meyer-Clason


Die Lehrerin Mira

In Lumpen gekleidete, elende Massen –
an treibt uns ins Ghetto, durch drangvolle Gassen.
Die Häuser verlassen, ein Abschied auf immer,
Gesichter versteinert, was kommt, das ist schlimmer.

Gekrönt mit Gebetsriemen schreiten die Alten,
sein Kalb fest am Strick will ein Dorfjude halten.
Kaum kann diese Frau einen Sterbenden tragen,
ein andrer zieht Holzscheite auf einem Wagen.

Inmitten von all dem: die Lehrerin Mira,
ein Kind auf dem Arm – eine goldene Lyra.
Ein Kind auf dem Arm, reicht die Hand sie dem zweiten,
begleiten will sie ihre Schüler, begleiten.

Das jüdische Viertel versperrt jetzt ein Tor,
ganz frisch erst gezimmert, noch warm kommt es vor.
Ein Strom sind die Kinder, ins Stauwehr gezwungen –
das Tor tut sich auf, und sie werden verschlungen.

Sie hasten durch Trümmer, in Kälte und Not,
doch Bleistift und Buch sind jetzt Wärme und Brot.
Die Kinder versammeln sich in den Ruinen,
die Lehrerin Mira lernt weiter mit ihnen.

Aus Sholem Alejchem liest sie ihrer Schar, sie strahlen,
die Kinder, und lachen sogar.
Sie flicht blaue Bänder mit ein in die Zöpfe
und zählt: hundertdreissig gesegnete Köpfe.

Die Lehrerin Mira ist früh auf den Beinen
und wartet, und wilt sie begrüssen, die Kleinen.
Sie kommen. Sie zählt. Ach, nicht zählen wär besser!
Die Nacht verriet zwanzig von ihnen ans Messer.

In Miras Gesicht stehen Abendrotflecken,
doch nichts davon dürfen die Kinder entdecken.
Sie beisst sich die Lippe, zeigt Stärke und Glut,
erzählt von Hirsch Leckert, und macht ihnen Mut.

Die Nacht hinterliess nur ein Grau in den Höfen,
und grau wird der Lehrerin Haar Anden Schläfen.
lm Keiler sucht sie nach der Mutter, der blinden –
sie, und siebzehn Kinder, wird niemand mehr finden.

Kaum trocknet das Blut in der Sonne, da stehn
bei Mira die Wände geschmückt voller Grün.
»Es kommt Lehrer Gerstejn zu Gast. Lasst uns singen,
der Chor soll bis über die Tore erklingen.«

‘Schon nahet der Frühling’ erklingt. Mittlerweile
verheeren den Grund Bajonette und Beile.
Man zerrt an den Haaren aus Grube und Keller.
‘Schon nahet der Frühling’, erklingt’s um so heller.

Für sechzig, verwaist wie sie sind und allein,
muss Mira die Schwester, die Mutter jetzt sein.
»Ein Festtag ist bald, meine Kinder, mein Leben,
wir wollen dazu eine Vorstellung geben!«

Noch vierzig erleben die festliche Stunde,
gekleidet in weiss, eine leuchtende Runde.
Die Bühne ist frisch: eine Sonne, ein Garten,
ein Floss scheint auf jemand, der badet, zu Warten.

Aus Perets, vom »dritten Geschenk« liest man vor,
da brechen die Häscher herein durch das Tor.
Sie treiben zusammen. Am Morgen geblieben
von einhundertdreissig sind Mira und sieben. .

Eh Äxte nicht spalten den Geist ihr, den kühnen,
Ist Mira die Blume, die Kinder sind Bienen.
Ergraut ist die Blume, verwelkt ihre Glieder,
im Morgenrau öffnet die Blüte sich Wieder.

Wilnaer Ghetto

  1. Mai 1943

Abraham Sutzkever

Übersetzung Peter Comans


Teacher Mira

With patches on our bodies, striped and parching,
They chase us in the ghetto, streets are marching,
Our buildings say farewell eternally,
Stone faces walk with us at each decree.

Old people wearing tfillin like black crowns,
A calf walks with a village Jew in tow,
A woman drags a person by the nails,
Another pulls a bunch of wood on rails.

Among them walks a woman, Teacher Mira.
A child is in her arms — a golden lyre.
She clasps another child by his frail hand,
The students walk around her — trusting band.

And as they get to Jew Street, there’s a gate,
The wood still warm and raw, they huddle, wait.
And like a sluice for torrents of a flood,
It opens up and swallows in its blood.

They chase us over ruins, no bread, no light,
Bread is a book, a pencil shines so bright.
She gathers all her children on the floor,
Teacher Mira goes on teaching as before.

She reads Sholem Aleichem’s tale aloud,
A sparkle in their eyes, they laugh so proud.
She ties blue ribbons in the girls’ braids
And counts her treasures: hundred thirty heads.

And Teacher Mira, like the sun, at dawn
Awakes, waits for her children to go on.
They come. She counts. Oh, better not to count!
For overnight, some twenty were cut down.

Her skin, a windowpane in stains of dusk,
Mira must not reveal the darkness thus.
She bites her lip, of courage she will tell:
About Hirsh Lekert, how he fought and fell.

And overnight, gray covered all the town,
And Teacher Mira’s hair, her silver crown.
She seeks in cellars for her mother blind,
And seventeen more children she can’t find.

When sun dried up the blood, with branches green
She trimmed the orphaned room, so neat and clean:
— Gershteyn the teacher came and we shall sing,
Over the walls, our children’s choir will ring.

They sing: ‘Not far is spring.’ But in the street,
Axes and bayonets smash, crush, and beat.
They drag from cellars, hidings, but the choir
Sings on ‘Not far is spring,’ sings higher, higher.

They are but sixty, with no sister, mother,
Now Teacher Mira is one and the other.
A holiday approaches, little doves,
We shall prepare a play, a play she loves.

The fête — and only forty children left.
But each in a white shirt, each child bereft.
The stage is fresh, a garden in the sun,
A river you can swim in, you can run.

When Peretz’s third gift took all the bows,
The peril has cut down the rickety house.
People were caught by snatchers! Save us, Heaven!
Of a hundred thirty, Mira remains with seven.

Till axes split her mind, she on her knees,
A flower, and her children — buzzing bees.
Gray is the flower, and the time is awesome.
Tomorrow in the dew, again she’ll blossom.

Vilna Ghetto, May 10, 1943

Abraham Sutzkever


Ähren

Zwei Jahre hab ich mich gesehnt nach Ähren,
Ähren, still auf einem heimatlichen Feld,
als ich mich widersetzte in den Zangen,
die mich gefangen
und verstellt
den Weg,
den grünen Weg zu jenen Ähren –
doch nicht die Ähren selber auf dem Feld.

Und als mein Atem aufgeschmolzen jene Zangen –
da hat ein Wind durch meine Adern
gepfiffen und gerufen:
»Steh auf, Sohn Adams, reif sind schon die Ahren.
Einer Ähre gleich ist schon dein Leib.«
Und ich bin, wie das Schicksal geht, gegangen
durch verbrannte Städte
hin zu jenem Rufen.

Als ich aber, ein vom Untergang der Sonne Müder,
angekommen bin bei meinem langersehnten Feld –
sieh, da liegen an dem Orte meine Brüder
hingemordet übers ganze Feld.
Und die Ähren, ihre glühendheissen Spitzen,
sind hindurchgewachsen Schicht um Schicht
durch Schädel, Rippen,
und sie steigen höher, höher, höher,
zu der Sonne, die zusammensucht ihr Licht,
als oh die eine Ähre so in Hast die zweite
in ihrem Wuchs zu übertreffen sucht.
Und eine Ähre
hat zu wandern angefangen
durch einen Mund, der seine Zähne bleckt.
Und Ähren, zwei, die kriechend durch ein Schulterblatt gelangen.
Und diese Ähre sucht nach einem Weg, allein,
und einer Hand ist sie vergleichbar, die sich aus der Erde reckt.
Und eine Kornblume aus einem Auge – wie Gewein …

Und jetzt, was seh ich, ein im Abendschein erglühter?
Ich seh ein Feld mit Ähren, blutig rot.
Eilends näher zu mir kommt ein Schnitter
und schneidet für die Nachkriegszeit das Brot.

Narotscher Wälder September 1943

Abraham Sutzkever

Übersetzung Peter Comans


Stalks

Two years I longed for stalks,
Silent stalks in a familiar field.
When I struggled in the vise
That caught me
And blocked
The road,
The green road to those stalks —
But not the stalks in the familiar field.

And when my breath melted the vise —
A wind in my veins
Whistled and called:
— ‘Get up, son of man, the stalks are ripe.
Now your own body is like a stalk.’
And as fate walks, so walked I
Through burned cities
To that call.

But when I came, weary, through the sunset,
I reached my longed-for field —
They lay there, my brothers,
Killed over the field.
And the stalks with glowing spears,
Layer upon layer, grew through
The skulls, the ribs,

And climbed higher, higher, higher,
o the sun that gathers back its light,
As if each stalk rushed to overtake
The others.
One stalk
Went wandering
Through a mouth with clenched teeth!
Two stalks crept through shoulders.
And there, a stalk searching for a way —
A hand reaching out of the earth.
And a cornflower through an eye, weeping —

What do I see now in the evening light?
I see a field with stalks, blood red.
And rushing to me closer, comes a mower
And mows the afterwar fresh bread.

Narocz Forest, September 1943

Abraham Sutzkever


The Sewers

We were just ten of us in underground,
Each of the shadows’ dreams cut us asunder.
The darkness slashed me with an ancient sword,
With copper vaults, with dark medieval wonder.
Little by little, in each moving shadow
I smelled myself — the part of me I lack.
I tasted of his mind, kneaded myself in him,
My world did not so gloomily wail back.
And as I yearned for Vega and for Sirius —
They flashed before my eyes, bright and mysterious.

And like the pupil of my eye, growing familiar
With all the dark, has nimbly turned it into
White light that window-covered our black lair,
Where the reflections of a thousand splinter
Rivulets waved — so an outlandish force
Has wrestled with the dreadful stench, abhorring,
And finally exchanged it, as forever,
For scent of fresh mown hay on a cool morning,
For scent of Friday nights, of rolls with cream,
That each of us still savored in his dream. 

The sewers, channels, pipes are different,
Like highways, roads, and lanes in forests deep.
(We shall discuss it clearly in its place.)
Most times the water is subdued, you creep
Out for a ‘stroll.’ In raintime, it will rise
With shrieks and whistles like a witch’s song,
Flow over through oblique cracks, slits, and holes
Into the ‘storm canal,’ neck-slim and long,
Roaring under the broadest street, it goes.
Galloping like a horde of buffalos

And thundering down into another stream,
Runs into the Viliya. Brotherly
Accompanied by various side pipes, branching
From under narrow streets that suddenly
Contribute to the flood in time of rain.
The flow brings from all backstreet yards
Eternal filth like an infernal fire,

Strikes on your swooning brow — hard, stinking shards.
At night a smaller stream, mute, barely born,
The pipes — they gurgle soft like organs torn.

And in a pipe where ‘Springs of Vingree Street’
Flow all together, sweeping their discards,
And branch out underground as stammering strings,
There in a pipe not wide, three-quarter yards,
Above the junction — hollowed out a moon,
A hole in metal ceiling. Through the hole
You can creep in, without the slightest danger,
Into a cavern, walk erect and bold.
This is our own, dug out and safe Malina.
We dwell here under wings of the Shekhina.

Who are the ‘we’ that secretly inhabit
The water palaces that may astound?
I’ll modestly describe here all the figures.
I’ll tell the truth as witnessed underground:
Elul, five thousand seven hundred three.
No Jews in Vilna. The last transports left
Not to return, to sounds of autumn wailing.
The Teacher Gdalye jumped out through a cleft,
Searched for a hiding, slid down to this trench.
Slid down — and fraternized with all the stench.

Next morning — he encountered someone, Folye,
With him his mother, the leaseholder Esther,
And plaited close his further lot with theirs.
The mama, used to dark holes that would nest her,
Crept out of swampy night into the air
And gathered among ruins, empty houses,
Trampled potatoes scattered in the mud
And peas. Her generosity arouses
Our praise for all the presents that she shares.
There is a lot to tell of all her cares.

Meanwhile, there came Arona, refugee
From Hamburg, does not like our Yiddish speech,
He sees the language as the greatest danger,
Caresses his own fate in cotton. Each
A character. The water roared and thundered
(A sign that in the city rain is falling),
And brought, as on a swaying motorcycle
Of waves, a guy out of the blue came calling.
He leaps down from the saddle, like hot news:
‘I’m Doctor Lippman! You don’t know me, Jews?’

And then they found in a calm, far-off corner,
Where only moon-mice splash and moon-bats hover,
A man enshrouded in his tfillin bands,
His countenance — the face of a cadaver.
His locks slathered with lime. Instead of clothes —
His body wrapped in parchment. The hermit Nathan.
Perhaps an angel pointed out the secret
Where Jews hide in the earth, to show his faith in
His fate. The parchment letters worn outside,
Their meaning is unknown here, far and wide.

Meanwhile did Esther, ‘hunting’ for some food,
Bring from outside a shining ray of fate,
A girl, chased in a free-for-all domain.
Her name is Debby. Then, under a grate,
Did Deborah discover a blind man.
And later came to our retreat, in fear,
A pregnant woman, escaped from a mass grave
With snow-white hair. We call her Kreyne here,
Her story will be told, but where and when?
And I was number ten. A group of ten.

The city sank. The world is topsy-turvy.
A dozen buried characters remained
Where just a moldy demon lurks in wait.
But right before our lips, hope moved unchained,
An unseen rose … incessantly it called,
Winking and beckoning with mystery of hues,
Opened a morn in morning. But before you could
Touch with your fingers her delicate dews —
The rose has vanished. It glimmers from afar,
On the far side of death, a shining star.

Abraham Sutzkever


LXXV

Estáis muertos.
Qué extraña manera de estarse muertos. Quien quiera diría
no lo estáis. Pero, en verdad, estáis muertos.

Flotáis nadamente detrás de aquesa membrana que, péndu-
la del zenit al nadir, viene y va de crepúsculo a crepúsculo, vi-
brando ante la sonora caja de una herida que a vosotros no os
duele. Os digo, pues, que la vida está en el espejo, y que vo-
sotros sois el original, la muerte.

Mientras la onda va, mientras la onda viene, cuán impune-
mente se está uno muerto. Sólo cuando las aguas se quebran-
tan en los bordes enfrentados y se doblan y doblan, entonces
os transfiguráis y creyendo morir, percibís la sexta cuerda que
ya no es vuestra.

Estáis muertos, no habiendo antes vivido jamás. Quien-
quiera diría que, no siendo ahora, en otro tiempo fuisteis. Pe-
ro, en verdad, vosotros sois los cadáveres de una vida que
nunca fue. Triste destino. El no haber sido sino muertos
siempre. El ser hoja seca, sin haber sido verde jamás. Orfan-
dad de orfandades.

Y sin embargo, los muertos no son, no pueden ser cadáve-
Res de una vida que todavia no han vivido.
Ellos murieron siempre de vida.

Estáis muertos.

César Vallejo


XXV

Jullie zijn dood.
Wat een vreemde manier van dood zijn. Iedereen zou zeggen
dat jullie het niet zijn. Maar, waarlijk, jullie zijn dood.

Jullie drijven nietsgewijs achter dit vlies dat, slinger van het
zenit naar het nadir, komt en gaat van schemering naar sche-
mering, trillend voor de klankkast van een wonde die jullie
geen pijn doet. Ik zeg jullie, dus, dat het leven in de spiegel is,
en dat jullie het origineel zijn, de dood.

Zolang de golf gaat, zolang de golf komt, hoe straffeloos blijft
men dood. Alleen wanneer de wateren breken op de randen
lijnrecht tegenover elkaar en verdubbelen en omslaan, dan
veranderen jullie van gedaante en denken te sterven, bemer-
ken jullie de zesde snaar die al niet meer van jullie is.

Jullie zijn dood, voorheen nooit geleefd hebbend. Iedereen
zou zeggen dat jullie, vandaag niet zijnde, in een andere tijd
waren. Maar, waarlijk, jullie zijn de lijken van een leven da
nooit was. Droevig lot. Het niet geweest zijn dan dood altijd
Het droog blad zijn, zonder ooit groen te zijn geweest. Wees
heid van weesheden.

En toch, de doden zijn niet, kunnen geen lijken zijn van een
leven dat ze nog niet hebben geleefd.
Zij stierven altijd van leven.

Jullie zijn dood.

César Vallejo

Vertaling Bart Vonck


LXXV

Ihr seid tot.
Welch seltsame Art, tot zu sein. Jeder würde sagen,
ihr seid es nicht. Doch in Wahrheit seid ihr tot.

Ihr treibt nur hinter dieser Membrane, die zwischen Zenit und
Nadir schwankt, geht und kommt von Dämmerung zu Dämme-
rung, bebend vor dem tönenden Gehäuse einer Wunde, die euch
nicht schmerzt. Ich sage euch daher, daß das Leben im Spiegel ist
und daß ihr das Original seid, der Tod.

Während die Welle geht, während die Welle kommt, wie straf-
los ist man da tot? Nur wenn die Gewässer sich an den gegen-
überliegenden Ufern brechen und sich biegen und biegen, ver-
klärt ihr euch und, zu sterben wähnend, gewahrt ihr die sechste
Saite, die euch schon nicht mehr gehört.

Ihr seid tot, ohne vorher je gelebt zu haben. Jeder, wer auch
immer, würde sagen, daß, da ihr nicht jetzt seid, ihr in einer an-
deren Zeit gewesen seid. Doch in Wahrheit seid ihr die Leich-
nahme eines Lebens, das nie gewesen ist. Trauriges Schicksal. Je-
nes, immer nur Tote gewesen zu sein. Jenes, ein trockenes Blatt
zu sein, ohne je grün gewesen zu sein. Verwaisung von Verwai-
sungen.

Und dennoch sind die Toten nicht, können nicht, Leichname
eines Lebens sein, das sie noch nicht gelebt haben.
Sie starben immer am Leben.

Ihr seid tot.

César Vallejo

Vertaling Hans Magnus Enzensberger


Tsofn-shtern

Tsofn-shtern, shpanst mit mir in ejnem,
ch’bin dajn shnejmentsh in a klejd fun hojt.
Far majn kelt tselojfn zich di shchejnim,
blojz berjozes blajbn lebn plojt.
Tsofn-shtern, bizn tojt getrajer,
wifl mildkejt wekstu un dermonst!
Ale zumer shnejt ojf mir a fajer,
ale winter glinstu mir un glanst.
Zol di nit-fargangene dermonung,
tsu dajn bloen shmejchl zajn gewendt.
Zoln ot di klangen, zol di monung,
blajbn iber mir a monument.

1936

Abraham Sutzkever


Nordstern

Nordstern, gehst im gleichen Schritt mit mir,
ich bin dein Schneemann im Gewand aus Haut.
Meine Kälte fliehen alle ringsumher,
nur die Birken stehen noch am Zaune aufgereiht.
Nordstern, du bis in den Tod getreuer,
wie viel Sanftheit du in mir erwecken kannst!
Jeden Sommer schneit auf mich ein Feuer,
jeden Winter glüht auf mich dein Glanz.
Bleibe die Erinnerung, die nie vergangen,
deinem blauen Lächeln zugewandt.
Habe dieses Klingen hier und dies Gemahnen
über mir als Monument Bestand.

1936

Abraham Sutzkever

Übersetzung Peter Comans


Die Ghetto-Tore

1
Eine lange Hand aus Feuer hat
die Ghetto-Tore aufgerissen.

Der Tag, ein blinder Bettler, steht
beim Eck
der alten Mauer,
in seinen Fäusten weinen ein paar Groschen.

Einen Stoss versetzen möchte er da,
erschüttern diese alten Tore,
wie Samson in Gefangenschaft
die Marmorkolonnaden,
und fallen dort, zusammen mit dem Ghetto.

(Oh ihrTore – jammervolle Monde,
über welche nun Gedankenfinger streichen!)

Dies ist das Messer Wahrheit.
Von grünen Dächern
fliegen Sterne auf
-Kinder, heimatlos –
und hören,
wie lautlos fiebert eine Generation,
eine aus Kämpfern, Sängern und Verbrechern.

Dies ist das Messer Wahrheit.
In zerbrochnen Fensterscheiben
sieht die Sonne rot aus wie ein Fliegenpilz.
Ein Blatt im Herbst ist jedes Antlitz,
wie Ketten jeder Klang,
und die Unruh windet sich hinauf wie eine Schlange
über
Haus,
und Tor,
-und
hoch empor.

2
Ein Leierkastendreher, wie ein Purim-Narr,
lärmt auf seinem siechen Instrument,
und ein scheeler gelber Papagei
hüpft auf seiner Knochenhand.
Der Mann ist auch noch Sänger,
und lässt unablässig tönen
die Art Gesang, die wie ein Blitz trifft in das Ohr:
»Sieben Brüder hat man totgeschlagen im Pogrom,
der achte fiel beim Tor.«
Kleine Kinder rühren
den verstaubten Leierkasten an,
und jener, der die Melodien dreht,
und die Kinder, blau und nackt,
zusammen mit dem Papagei
und einem kleinen Wasserträger,
der sein Gebet trägt in dem lecken Kübel,
sie allesamt verknüpfen sich
zu einem Rund,
und jeder ist des andren Spiegel.

3
Doch manchmal geschieht es: Im Ghetto, im ganzen,
beginnen die Fenster im Spätlicht zu tanzen.

Als sei dort ein Bächlein zu Goldstaub verklungen,
durchströmen die Gassen blauäugige Jungen.

In Hemdsärmeln, Fäuste geballt, die Getreuen:
»Wir wollen das Volk aus dem Ghetto befreien!«

Es donnert ihr Echo auf Hausdächer nieder,
die Stadttore mustern sich, wieder und wieder.

Ein Blitz und ein Blenden. Es heben sich Blicke,
es wölben sich Klänge als leuchtende Brücke.

Die Gassen, geduckt, wo nur Grau sich an Grau reiht,
erschauen das Blut vonder Liebe und Freiheit.

Ein Blitz und ein Blenden. Und fort sind die Jungen.
Die goldne Vision, sie ist wieder verschwunden.

4
Abend. Blau dämmernd das Ghetto.
Der Tagesglut Farben zerflirren.
Es zeigt sich im Shulhojf der Gaon,
er tritt vor die kupfernen Türen.

Ein Mädchen liest, sitzt auf der Schwelle
und atmet die Schrift aus dem Buch ein
und träumt von der vornehmsten Freude,
von Brot, einem Kleid und von Schuhen.

Jetzt werden die Schatten noch tiefer.
Die Sonne fliegt fort wie ein Pfau.
Ein Junge zückt plötzlich ein Messer,
es blitzt aus dem Stiefelschaft auf.

Jetzt käme recht passend der Mond auch.
Ah, schau nur, da lugt er hervor.
Gleich einer zerschossenen Fahne
erhebt er sich hinter dem Tor. juni

1936

Abraham Sutzkever

Übersetzung Peter Comans


Krieg

Dieselbe Asche wird uns alles überdecken:
die Tulpe – dieses Wachslicht, das im Winde flackert,
die Schwalbe hoch im Plug und krank von zu viel Wolken,
das Kind, das seinen Ball wirft in die Ewigkeit.

Und bleiben wird nur einer, ein Poet,
ein wilder Shakespeare, der voll Kraft und Eigensinn Gesang ertönen lässt:
»Mein Geist, mein Ariel, bring mir das neue Schicksal, das mein
Blut verlangt,
und spei sie aus, zurück, de toten Städte!”

1939

Abraham Sutzkever

Übersetzung Peter Comans


War

The same ashes will cover all of us:
The tulip — a wax candle flickering in the wind,
The swallow in its flight, sick of too many clouds,
The child who throws his ball into eternity —

And only one will remain, a poet —
A mad Shakespeare, who will sing a song, where might and wit is:
— My spirit Ariel, bring here the new fate,
And spit back the dead cities!

1939

Abraham Sutzkever


LA VIOLENCIA DE LAS HORAS

Todos han muerto.

Murió doña Antonia, la ronca, que hacía pan barato en el burgo.

Murió el cura Santiago, a quien placía le saludasen los jóvenes y las mozas, respondiéndoles a todos, indistintamente: «Buenos días, José! Buenos días, María!»

Murió aquella joven rubia, Carlota, dejando un hijito de meses, que luego también murió a los ocho días de la madre.

Murió mi tía Albina, que solía cantar tiempos y modos de heredad, en tanto cosía en los corredores, para Isidora, la criada de oficio, la honrosísima mujer.

Murió un viejo tuerto, su nombre no recuerdo, pero dormía al sol de la mañana, sentado ante la puerta del hojalatero de la esquina.

Murió Rayo, el perro de mi altura, herido de un balazo de no se sabe quién.

Murió Lucas, mi cuñado en la paz de las cinturas, de quien me acuerdo cuando llueve y no hay nadie en mi experiencia.

Murió en mi revólver mi madre, en mi puño mi hermana y mi hermano en mi víscera sangrienta, los tres ligados por un género triste de tristeza, en el mes de agosto de años sucesivos.

Murió el músico Méndez, alto y muy borracho, que solfeaba en su clarinete tocatas melancólicas, a cuyo articulado se dormían las gallinas de mi barrio, mucho antes de que el sol se fuese.

Murió mi eternidad y estoy velándola.

César Vallejo


Die Gewalt der Stunden

Alle sind gestorben.

Es starb Doña Antonia, die heisere, die im Dorf billiges Brot
buk.

Es starb der Priester Santiago, der sich gerne von den jungen
Männern und jungen Mädchen begrüßen ließ und allen unter-
schiedlos antwortete: «Guten Tag, José! Guten Tag, María!»

Es starb jene junge Blondine, Carlota, die ein Söhnchen von
wenigen Monaten hinterließ, das auch gleich darauf, acht Ta-
ge nach der Mutter, starb.

Es starb meine Tante Albina, die immer von alten Zeiten und
Sitten sang, während sie in den Hausfluren für Isidora nähte,
das langjährige Hausmädchen, die ehrenwerte Person.

Es starb ein einäugiger Alter, an seinen Namen erinnere ich
mich nicht, aber e r schlief in der Morgensonne, während er
vor der Tür des Blechschmieds an der Ecke saß.

Es starb Rayo, der Hund, so groß wie ich, von einem Blind-
gänger getroffen.

Es starb Lucas, mein Schwager, im Frieden der Lenden, an
den ich mich erinnere, wenn e s regnet und niemand ist in
meiner Erfahrung.

Es starb in meinem Revolver meine Mutter, in meiner Faust
meine Schwester und mein Bruder in meinen blutigen Einge-
weiden, die drei vereint in einer traurigen Art der Traurigkeit,
im Monat August nachfolgender Jahre.

Es starb der Musiker Méndez, hochgewachsen und schwer
trunksüchtig, der auf seiner Klarinette schwermütige Tokka-
ten übte, von deren Wohlklang die Hühner meines Stadtvier-
tels einschliefen, lange bevor die Sonne unterging.

Es starb meine Ewigkeit, und ich halte Totenwache über sie.

César Vallejo

Vertaling Curt Meyer-Clason


Das graue Feuer

Wer erschafft das Grau in deinem Haar?
Du weisst es nicht, mein Bruder?
Zwischen Erd und Himmel hängt ein Spinnrad,
auf dem Spinnrad hängt das graue Feuer,
neben ihm, auf einer Wolke,
sitzt dein eigenes Skelett,
dem ist nur dein Sterben teuer,
und das spinnt dir für dein Haar
das graue Feuer.

Abraham Sutzkever

Übersetzung Peter Comans


The Silver Key

The footsteps on the stars, above our attic,
You think they’re human?
An unearthly creature from the stars
Seeks us, human berries in an attic forest.
Strike a match and you’ll see:
Over there, it devoured a whole shingle…

My neighbor in the attic strikes a match —
Tshhh, tshhh —
A yellow spot reveals the fog.
Goes out, the wood untouched by fire —
No more oxygen,
No life.

Armored in spiderweb, the child who had
Brought life to yellow darkness
With his crying —
Succumbed
To long fingers on his throat,
Fingers of all of us, all of us, 
And more than all of us, of God Himself.
With a piece of glass, the young mother caresses her veins.
A moon-dwarf forged in glass —
Slaughtered.

The man who struck a match
Coos like a dove:
—No death outside.
Death has snuck in inside, among us,
Let us leave him behind in the attic
And flee!

And he runs first to a corner,
Opens a rooftile and, raving, falls back:
—Jews, we’re on fire!
Hide your hair in your pockets!
Hide your hearts, the attic is on fire!!!

A column of purple soot breathes through the crack,
Stains the attic-faces, feathery as owls,
Won’t let them flee.
The end.

Only the sly spider, like a centipede diamond,
Swings on a column of soot
Undisturbed,
Shakes his head in farewell —
Disappears.

A little Jew unfolds seven rags,
Pulls out a herring
And draws it like a knife across his throat.
Someone sings:
—Let us all, all together
Greet our fiery guest!
A boy, Tsalke, cries:
I’ve never kissed a girl in my life.

Suddenly, from out of the bodies, a girl unfolds
Blooming like a cherry tree in spring,
Her voice — Goldsound
Of a bird meeting its mother:
—Jews, I have a key
To save us all — — —

Madness like a shadow
Separates from brains.
Eyes — oozing poison —
Blue amazement reigns.
The dead child too,
By curiosity inspired,
Senses the wonderful tidings
Of the girl messiah.

And the shining figure says:
—Yes, yes, I have a key
Of silver. A white clad old man
Gave it to me and said:
Gather the Jews in the attic and flee —
Fast, faster, to Castle Mountain,
To the palace built ages ago
By Prince Gediminas.
The key is to the palace,
And no one, no one
Will find you in its bowels.

The crowd is excited:
—Holy girl!
They kiss each other.
Like a fox, Tsalke
Cuddles up to her knees:
—My dear, who are you?
And the little Jew who just now slaughtered himself
With a herring,
If it’s a holiday, let’s have a holiday!
But the man who lit the match
Breaks the spell:
—Could you be so kind as to show us the key?

The girl trembles:
—Yes, of course,
Right away, just a moment — — —
Seeks it in her garment,
Near her heart,
In her stockings.

—Mamele,
Just now the old man gave it to me!

—What old man?
What was his name? How did he seem?

—Oh dear, the key remained
In his hand,
In my dream — — —

1949

Abraham Sutzkever


LA BELLA MUERTE

¿Y si la muerte no fuera tan fría,
ni tan negra la eternidad?
Si más bien fuera un nuevo día
con una tibia claridad.

Si fuera cosa de la vida,
la difícil oscuridad.
¿Y si la sombra redimida,
fuera la luz del más allá?

Si el temor de la muerte fuera
una incapacidad de amor,
creyendo que nuestra frontera
es el cese del corazón.

Y si las manos que deshacen
nuestra atadura corporal,
nos dieran venturoso pase
hacia un sedante despertar.

Julio Barrenechea


DE MOOIE DOOD

Wat als de dood niet zo koud was,
noch de eeuwigheid zo zwart?
Wat als het in plaats daarvan een nieuwe dag was
met een warme helderheid?

Wat als het een deel van het leven was,
de moeilijke duisternis?
Wat als de verloste schaduw
het licht van het hiernamaals was?

Wat als de angst voor de dood
een onvermogen tot liefde was,
in de overtuiging dat onze grens
de beëindiging van het hart is?

Wat als de handen die
onze lichamelijke banden losmaken ons een gelukkige overgang
naar een rustgevend ontwaken schonken?

Julio Barrenechea


A LA MUERTA

Vienes y vas ligero como el mar,
cuerpo nunca dichoso,
sombra feliz que escapas como el aire
que sostiene a los pájaros casi entero de pluma.

Dichoso corazón encendido en esta noche de invierno,
en este generoso alto espacio en el que tienes alas,
en el que labios largos casi tocan opuestos horizontes
como larga sonrisa o súbita ave inmensa.

Vienes y vas como el manto sutil,
como el recuerdo de la noche que escapa,
como el rumor del día que ahora nace
aquí entre mis dos labios o en mis dientes.

Tu generoso cuerpo, agua rugiente,
agua que cae como cascada joven,
agua que es tan sencillo beber de madrugada
cuando en las manos vivas se sienten todas las estrellas.

Peinar así la espuma o la sombra,
peinar —no— la gozosa presencia,
el margen de delirio en el alba,
el rumor de tu vida que respira.

Amar, amar, ¿quién no ama si ha nacido?,
¿quién ignora que el corazón tiene bordes,
tiene forma, es tangible a las manos,
a los besos recónditos cuando nunca se llora?

Tu generoso cuerpo que me enlaza,
liana joven o luz creciente,
aguda teñida del naciente confín,
beso que llega con su nombre de beso.

Tu generoso cuerpo que no huye,
que permanece quieto tendido como la sombra,
como esa mirada humilde de una carne
que casi toda es párpado vencido.

Todo es alfombra o césped, o el amor o el castigo.
Amarte así como el suelo casi verde
que dulcemente curva un viento cálido,
viento con forma de este pecho
que sobre ti respira cuando lloro.

Vicente Aleixandre


AAN DE DOOD

Je komt en gaat, licht als de zee,
een lichaam nooit gelukkig,
een gelukkige schaduw die ontsnapt als de lucht
die vogels bijna volledig in veren draagt.

Gezegend hart in vuur en vlam op deze winternacht,
in deze royale, hoge ruimte waar je vleugels hebt,
waar lange lippen bijna de horizonten raken
als een lange glimlach of een plotselinge, immense vogel.

Je komt en gaat als de subtiele mantel,
als de herinnering aan de nacht die ontsnapt,
als het gemurmel van de dag dat nu geboren wordt
hier tussen mijn twee lippen of in mijn tanden.

Je royale lichaam, brullend water,
water dat valt als een jonge waterval,
water dat zo gemakkelijk te drinken is bij zonsopgang
wanneer alle sterren in levende handen worden gevoeld.

Zo het schuim of de schaduw kammen,
nee, de vreugdevolle aanwezigheid kammen,
de rand van delirium bij zonsopgang,
het gemurmel van je leven dat ademt.

Liefhebben, liefhebben, wie houdt er niet van als ze geboren zijn?
Wie weet niet dat het hart randen heeft,
een vorm heeft, tastbaar is voor de handen,
voor verborgen kussen wanneer er nooit tranen vloeien?

Je genereuze lichaam dat me omstrengelt,
jonge wijnstok of groeiend licht,
scherp getint met de ontluikende horizon,
een kus die arriveert met zijn naam kus.

Je genereuze lichaam dat niet vlucht,
dat stil blijft, uitgestrekt als een schaduw,
als die nederige blik van vlees
die bijna volledig een verslagen ooglid is.

Alles is tapijt of gras, liefde of straf.

Om van je te houden als de bijna groene grond
die een warme wind zachtjes buigt,
een wind gevormd als deze borst
die op je ademt wanneer ik huil.

Vicente Aleixandre


A LA MUERTE

A Alfonsina Storni

                I

Muerte,
fatal término, ausencia por siempre.
Sólo el campo yermo que nos recibe,
de su tierra, nuevo abono.

Nunca más la fragancia de la brizna de hierba
ni el arder de encendidos leños;
tampoco la fina llovizna de la ola rompiente
en el rostro de frescura ávido.

                II

«Era nuestra madre», dirán después los hijos
con ternura en los ojos.
El dolor de la ausencia, olvidados objetos
mañana joyas auténticas.
«Ella decía…», repetirán las frases
antes molestas
a causa de desgano
o ansias de silencio
o sueños de libertad.
Sílabas musicales enhebrarán palabras en recuerdos imperiosos,
desesperación de volver a vivir en el tiempo…
Tarda respuesta a un canto de amor.
«¿Recuerdas aquel gesto?
»¿Y su sonrisa triste?
»¿Y su pensamiento fijo en nosotros?
»¿Sus manos, suavidad de alas rozando nuestros rostros?
»¿El paso quedo junto a nuestro lecho en la alta noche
y el murmullo de plegaria para encomendarnos a Dios?»

                III

Poco a poco el ausente
más lejos cada vez en el recuerdo
—que alguien siempre lo reemplaza—;
sus cosas van perdiendo la fragancia que de él se desprendía,
impregnándolas;
la manera de inclinarlas no es la misma
y en el tiempo
va cambiándoselas de sitio.
Cada día su nombre acude menos al labio.
Las lágrimas en manantial ya no brotan;
tan sólo de a una
que se enjuga furtiva.
Hasta que todas secan
agotada la fuente de dolor.
Un velo cubre entonces la imagen en la retina,
la maleza oculta la antes nítida figura en todo paisaje,
visten los ambientes colores de seres distintos
que distraen,
va el alma tras vivencias nuevas.
Y un día
se llora el olvido.

(Tú, Muerte tan temida,
sólo eres un pretexto:
el olvido es más cruel que tu guadaña).

Marilina Rébora


AAN DE DOOD

Aan Alfonsina Storni

I

Dood,
fataal einde, eeuwige afwezigheid.

Alleen het dorre veld dat ons ontvangt,
uit zijn aarde, nieuwe meststof.

Nooit meer de geur van een grassprietje
noch het branden van gloeiende houtblokken;

noch de fijne mist van de brekende golf
op het gezicht dat verlangt naar frisheid.

II

“Zij was onze moeder,” zullen de kinderen later zeggen
met tederheid in hun ogen.
De pijn van afwezigheid, vergeten voorwerpen,
morgen authentieke juwelen.
“Ze zei altijd…” zullen ze de zinnen herhalen
ooit hinderlijk
vanwege vermoeidheid
of verlangen naar stilte
of dromen van vrijheid.

Muzikale lettergrepen zullen woorden aaneenrijgen tot gebiedende herinneringen,
wanhoop aan het herbeleven van die tijd…
Een laat antwoord op een liefdeslied.

Herinner je je dat gebaar nog?
En zijn droevige glimlach?
En zijn gedachten die op ons gericht waren?
Zijn handen, zacht als vleugels, die onze gezichten streelden?
Zijn stille voetstappen naast ons bed in het holst van de nacht
en het gemompel van een gebed om ons aan God toe te vertrouwen?

III

Langzaam maar zeker vervaagt de afwezige
steeds verder in de herinnering
—want er komt altijd wel iemand in zijn plaats—;
zijn bezittingen verliezen de geur die ooit van hem uitging en
ze doordrong;
de manier waarop hij ze neerlegt is niet meer hetzelfde
en na verloop van tijd
verplaatst hij ze.

Elke dag komt zijn naam minder aan mijn lippen.
De tranen stromen niet meer als een bron;
slechts één enkele
wordt heimelijk weggeveegd.

Tot ze allemaal opdrogen, de bron van verdriet uitgeput.

Een sluier bedekt dan het beeld op het netvlies,
het struikgewas verbergt de ooit heldere figuur in elk landschap,
de omgeving is gekleed in de kleuren van verschillende wezens
die afleiden,
de ziel gaat op zoek naar nieuwe ervaringen.

En op een dag
huilt men om de vergetelheid.
(Jij, zo gevreesde Dood,
jij bent slechts een voorwendsel:
de vergetelheid is wreder dan je zeis).

Marilina Rébora


A LA MUERTE

En vano, cruda muerte,
En mí tu zaña apuras:
Si están mis manos puras
¿Qué mal podré temer?

La llama que a mi mente
Dio un día el alto cielo
No esperes en el suelo
Tirana oscurecer.

El présago sonido
Que exhalas de tu boca
Espante al que provoca
La lid de maldición.

Espante al que su patria
Sujeta a vil coyunda,
Y en crímenes se inunda
De atroz recordación.

Espante al que seduce
La cándida belleza,
Y en llanto e impureza
La mira sin horror.

Espante al que a su hermano
Conduce en cautiverio,
O lleva el adulterio
Al lecho del amor.

Si yo de paz proclamo
Las leyes a porfía,
Si odié la tiranía
Y al hombre desleal:

Si miro un nuevo hermano
De Dios en cada hechura:
Si en mí la desventura
Consuelo halló vital.

¿Por qué, sangrienta muerte,
Tu zaña me persigue?
¿El que inocente vive
Qué mal podrá temer?

La llama que a mi mente
Dio un día el alto cielo
No esperes en el suelo
Tirana oscurecer.

Marzo de 1840.

Adolfo Berro


TOT DE DOOD

Vergeefs, wrede dood,
U brengt uw wreedheid over mij:
Als mijn handen zuiver zijn,
Welk kwaad kan ik vrezen?

De vlam die de hoge hemelen ooit aan mijn geest gaven,
Verwacht niet dat hij op aarde gedoofd zal worden,
Tiran.

Het onheilspellende geluid dat u uit uw mond blaast,
Maak hem bang die
de strijd der vloeken uitlokt.

Maak hem bang die zijn vaderland onderwerpt
aan verachtelijke slavernij,
en overspoeld wordt met misdaden
van een gruwelijke herinnering.

Maak hem bang die verleid wordt door
oprechte schoonheid,
en er in tranen en onreinheid zonder afschuw naar kijkt.

Maak hem bang die zijn broeder
in gevangenschap leidt,
of overspel
naar het bed van de liefde brengt.

Als ik vrede verkondig,
de wetten met strijd,
als ik tirannie haatte
en de ontrouwe mens:

als ik een nieuwe broeder
van God zie in elke schepping:
als in mij het ongeluk
levendige troost vond.

Waarom, bloedige dood,
achtervolgt jouw wrok mij?
Hij die onschuldig leeft,
welk kwaad kan hij vrezen?

De vlam die de hoge hemel
ooit aan mijn geest gaf,
verwacht niet dat hij op aarde
tiranniek wordt gedoofd.

Maart 1840.

Adolfo Berro


A LA MUERTE

Seres queridos te miré sañuda
arrebatarme, y te juzgué implacable
como la desventura, inexorable
como el dolor y cruel como la duda…

Mas hoy que a mí te acercas, fría, muda,
sin odio y sin amor, ni hosca ni afable,
en ti la majestad de lo insondable
y lo eterno mi espíritu saluda.

Y yo, sin la impaciencia del suicida,
ni el pavor del feliz, ni el miedo inerte
del criminal, aguardo tu venida;

que igual a la de todos es mi suerte:
cuando nada se espera de la vida,
algo debe esperarse de la muerte.

Guillermo Blest Gana


AAN DE DODEN

Mijn geliefden, ik zag jullie wreed
me wegrukken, en ik oordeelde jullie onverbiddelijk
als ongeluk, onverbiddelijk
als pijn, en wreed als twijfel…

Maar vandaag, terwijl jullie mij naderen, koud, stil,
zonder haat of liefde, noch nors noch zachtmoedig,
begroet mijn geest in jullie de majesteit van het onpeilbare
en het eeuwige.

En ik, zonder het ongeduld van de suïcidale,
noch de angst van de gelukkige, noch de inerte angst
van de misdadiger, wacht op jullie komst;

want mijn lot is hetzelfde als dat van iedereen:
wanneer er niets van het leven verwacht wordt,
moet er iets van de dood verwacht worden.

Guillermo Blest Gana


Unter dayne vayse shtern
Shtrek tsu mir dayn vayse hant
Mayne verter zaynen trern
viln ruen in dayn hant
Ze, es tunklt zeyer finkl
In mayn kelerdikn blik
Un ikh hob gornit kayn vinkl
Zey tsu shenken dir tsurik

Un ikh vil dokh, got getrayer
Dir fartroyen mayn farmg
Vayl es mogt in mir a fayer
Un in fayer mayne teg
Nor in kelern un lekher
Veynt di merderishe ru
Loyf ikh hekher, iber dekher
Un ikh zukh, vu bistu, vu?

Nemen yogn mikh meshune
Trep un hoyfn mit gevoy
Heng ikh a geplatste strune
Un ikh zing tsu dir azoy
Unter dayne vayse shtern
Shtrek tsu mir dayn vayse hant
Mayne verter zaynen trern
viln ruen in dayn hant
Ze, es tunklt zeyer finkl
In mayn kelerdikn blik
Un ikh hob gornit kayn vinkl
Zey tsu shenken dir tsurik

Abraham Sutzkever


Unter deinen weissen Sternen

Unter deinen weissen Sternen
reich mir deine weisse Hand.
Meine Wörter sind wie Tränen,
wollen ruhn in deiner Hand.

Sieh, schon matter wird ihr Funkeln
mir in meinem Kellerblick.
Bliebe mir auch nur ein Winkel,
schenkte ich sie dir zurück.

Dir was mein ist, Gott getreuer,
will ich anvertraun im Leid,
denn es mahnt in mir ein Feuer
und im Feuer – meine Zeit.

Doch in Kellern und in Löchern
weint die mörderische Ruh.
Und ich lauf hoch über Dächern,
ruf »Wo bist du?«, immerzu.

Hetzen mich, verwirrt im Heute,
Treppen, Höfe, voll mit Klagen,
häng ich als zerrissne Saite
und sing dennoch ohne Zagen:

Unter deinen weissen Sternen
reich mir deine weisse Hand.
Meine Wörter sind wie Tränen,
wollen ruhn in deiner Hand.

Wilnaer Ghetto
1943

Abraham Sutzkever

Übersetzung Peter Comans


 
Under your white stars
give me your white hand
my words turn into tears,
receive them in your hand.
When it becomes night
let the stars light up the dept of my glance
so I find quiet in the darkness,
allow you to weep again.

Only you hear what I ask,
only you know my pain.
Look at this fire, this I carry
and it burns in my heart.
In the cellars, in the dungeons
the freedom is in the death.
On the houses, on the roofs
I shout: “Where are You, God?”

Restless I look for You,
chased by death.
Only for this song I allow me a pause,
and I sing for You, oh God.
Under your white stars
give me your white hand
my words turn into tears,
receive them in your hand.
When it becomes night
let the stars light up the dept of my glance
so I find quiet in the darkness,
allow you to weep again.

Abraham Sutzkever


Am I the last poet left singing in Europe?
Am I making song now for corpses and crows?
I’m drowning in fire, in gunk, in the swamps,
Imprisoned by yellow patched hours as they close.

I bite at my hours with the teeth of a beast
By a mother’s tear strengthened. Through teardrops I see
The heart of a million rise forth from the bones
Of long-buried brothers in gallop toward me.

And I am that heart of a million, one chosen
To guard the songs they left behind as they fell,
And God, whose estates Man has put to the torch,
Goes hidden in me as the sun in a well.

Be open, my heart! Know that your hallowed hours
Shall bloom in posterity’s mind. Check their fear,
And lend all your strength unto their mighty will.
Become in your sorrow their herald, their seer. 

Make song from down under, make song from the swamps
As long as a mother’s tear lives, let the breeze 
Bear your voice to the ear of your bone-buried brethren
To the ghetto in flames, to your folk overseas.

Written in the Vilnius Ghetto, June 1943

Abraham Sutzkever

Translated by A.Z. Foreman


Ever Since My Pious Mother Ate Earth on Yom Kippur…
 
Ever since my pious mother ate earth on Yom Kippur,
ate dark earth on Yom Kippur, mixed with fire,
I, a living man, must eat dark earth on Yom Kippur,
and be, myself, a memorial candle made of her fire.
 
The masts sink mercilessly down from the sun as it sets,
like a bird, a star skips over to a second distant star,
but since my mother eats earth on Yom Kippur and does not fast,
ever since I must eat earth on Yom Kippur, year after year.
 
A swarm of locusts has allowed no more on my lips
than two stalks of syllables from a singular word: mother.
My lips swim separated from my life-and-limb
to the kingdom where once my pious mother used to fast.
 
The silence between us grows ever stiller. Silent all the way down.
And she who eats earth on Yom Kippur hears her son’s thoughts
and says a prayer, that her prayer should shield him
when the memorial candle begins to flicker out.

Abraham Sutzkever
 
Vertaling Maia Evrona


Pequeño responso a un héroe de la República

Un libro quedó al borde de su cintura muerta,
un libro retoñaba de su cadáver muerto.
Se llevaron al héroe,
y corpórea y aciaga entró su boca en nuestro aliento;
sudamos todos, el ombligo a cuestas;
caminantes las lunas nos seguían;
también sudaba de tristeza el muerto.

Y un libro, en la batalla de Toledo,
un libro, atrás un libro, arriba un libro, retoñaba
del cadáver.

Poesía del pómulo morado, entre el decirlo
y el callarlo,
poesía en la carta moral que acompañara
a su corazón.
Quedóse el libro y nada más, que no hay
insectos en la tumba,
y quedó al borde de su manga el aire remojándose
y haciéndose gaseoso, infinito.

Todos sudamos, el ombligo a cuestas,
también sudaba de tristeza el muerto
y un libro, yo lo vi sentidamente,
un libro, atrás un libro, arriba un libro
retoñó del cadáver exabrupto.

César Vallejo


IX

KORTE RESPONSORIE VOOR EEN HELD VAN DE REPUBLIEK

Een boek bleef achter op de rand van zijn dode middel,
een boek sproot uit zijn dode lijk.
Ze droegen de held weg,
en stoffelijk en onheilspellend drong zijn mond in onze adem;
wij zweetten allen, de navel op de rug”;
lopend volgden ons de manen;
ook de dode zweette van verdriet.
En een boek, in de slag van Toledo”,
een boek, erachter een boek, erboven een boek, sproot uit het lijk.

Poëzie van het paarse jukbeen, tussen het uit te spreken
en het te verzwijgen,
poëzie in de morele brief die zijn hart
zou begeleiden.
Het boek bleef achter en verder niets, want in het graf
zijn geen insecten,
en op de rand van zijn mouw bleef achter de lucht die vochtig werd en gasachtig, oneindig

Allen zweetten wij, de navel op de rug,
ook de dode zweette van verdriet
en een boek, ontroerd zag ik het,
een boek, erachter een boek, erboven een boek
sproot uit het lijk ex abrupto.

10 sept. 1937

César Vallejo

Vertaling Bart Vonck


Kleines Responsorium für einen Helden der Republik

Ein Buch blieb liegen am Rand seines toten Gürtels,
ein Buch trieb Zweige aus seinem toten Leichnam.
Sie trugen den Helden fort,
und leiblich und unheilschwanger ging sein Mund ein in
unsern Atem;
wir schwitzten alle, auf dem Rücken den Nabel;
die wandernden Monde liefen uns nach;
auch der Tote schwitzte, vor Trauer.

Und ein Buch, in der Schlacht von Toledo,
ein Buch, ein Buch hinten, ein Buch oben trieb aus dem
Leichnam Zweige.

Poesie des maulbeerblauen Jochbeins, zwischen Sagen
und Schweigen,
Poesie im moralischen Brief, der lag
seinem Herzen bei.
Das Buch blieb liegen, sonst nichts, denn im Grab
gibt es keine Insekten,
und es blieb am Rand seines Ärmels die Luft und sog sich voll
und verdunstete ohne Ende.

Wir schwitzten alle, auf dem Rücken den Nabel,
auch der Tote schwitzte, vor Trauer;
und ein Buch, ich hab es empfindlich gesehen,
ein Buch hinten, ein Buch oben, ein Buch
hat aus dem jähen Leichnam Zweige getrieben…

César Vallejo

Vertaling Hans Magnus Enzensberger


IMMER NOCH BIST du vom Meer
und hast dessen rauhe Stimme,
hast du vom lebendigen Wasser
zwischen den Brombeersträuchern
geheimniserfüllte Augen
und eine niedrige Stirn
wie ein von Wolken niedriger Himmel.
Jedes Mal lebst du von neuem,
wie etwas Altes und Ungezähmtes,
das dein Herz schon kannte, und es verschliesst sich.

Jedes Mal ist es ein Riss,
jedes Mal ist es der Tod.
Immer haben wir gekämpft.
Wer sich zum Kampf entschliesst,
hat den Tod schon gekostet
und trägt ihn im Blut.
So wie gute Feinde,
die sich nicht mehr hassen,
haben wir eine
Stimme, eine Qual,
und leben Aug’ in Aug’
unter armseligem Himmel.
Zwischen uns keine Hinterlist,
nichts Unnötiges-
wir werden immer kämpfen.
Wir werden weiterkämpfen,
wir werden immer kämpfen,
weil wir den Todesschlaf suchen,
nebeneinander,
und wir haben eine rauhe Stimme,
eine niedrige und ungezähmte Stirn
und denselben Himmel.
Dafür wurden wir erschaffen.
Wenn einer von uns dem Stoss nachgibt,

folgt eine lange Nacht,
die weder Friede und Stillstand ist,
noch wirklicher Tod.
Du bist nicht mehr. Die Hände
ringen vergeblich.

Solange das Herz uns zittert.
Deinen Namen haben sie genannt.
Der Tod beginnt immer wieder.
Du, Unbekanntes und Ungezähmtes,
bist aus dem Meer wiedergeboren.

Cesar Pavese


You, wind of March

Sei la vita e la morte.
Sei venuta di marzo
sulla terra nuda —
il tuo brivido dura.
Sangue di primavera

-anemone o nube –
il tuo passo leggero
ha violato la terra.
Ricomincia il dolore.

Il tuo passo leggero
ha riaperto il dolore.
Era fredda la terra
sotto povero cielo,
era immobile e chiusa
in un torpido sogno,
come chi piú non soffre.
Anche il gelo era dolce
dentro il cuore profondo.
Tra la vita e la morte
la speranza taceva.

Ora ha una voce e un sangue
ogni cosa che vive.
Ora la terra e il cielo
sono un brivido forte,
la speranza li torce,
li sconvolge il mattino,
li sommerge il tuo passo,
il tuo fiato d’aurora.
Sangue di primavera,
tutta la terra trema
di un antico tremore.

Hai riaperto il dolore.
Sei la vita e la morte.
Sopra la terra nuda
sei passata leggera
come rondine o nube,
e il torrente del cuore
si è ridestato e irrompe
e si specchia nel cielo
e rispecchia le cose —
e le cose, nel cielo e nel cuore
soffrono e si contorcono
nell’attesa di te.
E il mattino, è l’aurora,
sangue di primavera,
tu hai violato la terra.

La speranza si torce,
e ti attende ti chiama.
Sei la vita e la morte.
Il tuo passo è leggero.

Cesar Pavese


You, wind of March

Du bist das Leben und der Tod.
Du bist gekommen im März
auf die nackte Erde –
und das Erschauern hält an.
Frühlingsblut –
Anemone du, Wolke –
dein leichter Schritt
hat die Erde verletzt.
Und e s kehrt wieder der Schmerz.
Dein leichter Schritt
hat wiederaufgerissen den Schmerz.

Kalt war die Erde
unter kargem Himmel,
unbewegt war sie, vermummt
in einen starren Traum,
als ob sie nicht mehr litte
Auch der Frost
tief im Herzen war sanft.
Zwischen Leben und Tod
schwieg die Hoffnung still.

Jetzt hat alles, was lebt,
eine Stimme, ein Blut.
Jetzt sind Erde und Himmel
ein wildes Erschauern,
sie krümmen sich vor Hoffnung,
sie überkommt sie am Morgen,
dein Schritt ertränkt sie,
dein Hauch von Frührot.
Frühlingsblut,
die ganze Erde bebt
unter einem uralten Beben.

Wiederaufgerissen hast du den Schmerz.
Das Leben bist du und der Tod.
Du gingst leichten Schritts
über die nackte Erde,
wie eine Schwalbe, eine Wolke,
und wiedererwacht ist, hereinbricht
der Sturzbach des Herzens,
und, im Himmel sich spiegelnd,
spiegelt er die Dinge –
und die Dinge, im Himmel und im Herzen,
leiden und zerquälen sich
im Warten auf dich.
Es ist Morgen, Frührot,
Frühlingsblur,
du hast die Erde verletzt.

Die Hoffnung zerquält sich,
sie erwartet und ruft dich.
Du bist das Leben und der Tod.
Leicht ist dein Schritt.

Cesar Pavese


You, wind of March

Du bist das Leben, der Tod.
Du bist im März
auf die nackte Erde gekommen –
dein Erschauern hält an.
Blut des Frühlings

-Wolke, Anemone-
dein leichter Schritt
hat die Erde verletzt.
Von neuem der Schmerz.

Dein leichter Schritt
hat aufgerissen den Schmerz.
Die Erde war kalt
unter armem Himmel,
unbeweglich, verschlossen
in dumpfem Traum
wie am Ende der Leiden.
Sanft war auch das Eis
im tiefsten Herzen.
Die Hoffnung schwieg
zwischen Leben und Tod.

Blut und Stimme hat jetzt
jedes lebende Ding,
Erde und Himmel sind
ein starkes Erschauern,
von Hoffnung gequält,
vom Morgen aufgewühlt
dein Schritt geht darüber,
dein Atem aus Morgenröte.
Blut des Frühlings,
die Erde bewegt
von uraltem Zittern.

Du hast den Schmerz
wieder aufgerissen.
Du bist das Leben, der Tod.
Leicht bist du über
die nackte Erde gegangen
wie die Wolke, die Schwalbe,
der Sturzbach des Herzens
ist wieder erwacht, bricht los
und spiegelt sich im Himmel,
widerspiegelt die Dinge-
und die Dinge des Himmels, des Herzens
leidend gebeutelt
im Warten auf dich.
Morgen, Morgenröte,
Blut des Frühlings,
du hast die Erde verletzt.

Die Hoffnung, gequält,
erwartet und ruft dich.
Du bist das Leben, der Tod.
Dein Schritt ist leicht.

Cesar Pavese


Rivolta

Quello morto è stravolto e non guarda le stelle:
ha i capelli incollati al selciato. La notte è piú fredda.
Quelli vivi ritornano a casa, tremandoci sopra.
È difficile andare con loro; si sbandano tutti
e chi sale una scala, chi scende in cantina.
C’è qualcuno che va fino all’alba e si butta in un prato
sotto il sole. Domani qualcuno sogghigna
disperato, al lavoro. Poi, passa anche questa.

Quando dormono, sembrano il morto: se c’è anche una donna,
è piú greve il sentore, ma paiono morti.
Ogni corpo si stringe stravolto a l suo letto
come al rosso selciato: la lunga fatica
fin dall’alba, val bene una breve agonia.
Su ogni corpo coagula un sudicio buio.
Solamente, quel morto è disteso alle stelle.

Pare morto anche il mucchio di cenci, che il sole
scalda forte, appoggiato al muretto. Dormire
per la strada dimostra fiducia nel mondo.
C’è una barba tra i cenci e vi corrono mosche
che han da fare; i passanti si muovono in strada
come mosche; il pezzente è una parte di strada.
La miseria ricopre di barba i sogghigni
come un’erba, e dà un’aria pacata. Sto vecchio
che poteva morire stravolto, nel sangue,
pare invece una cosa e d è vivo. Cosí,
tranne il sangue, ogni cosa è una parte di strada.
Pure, in strada le stelle hanno visto del sangue.

Cesar Pavese


Aufruhr

Er schaut nicht die Sterne, der Tote. Er liegt da völlig verkrampft.
Sein Haar ist verklebt mit dem Pflaster. Kälter wird nun die Nacht.
Die Lebenden hasten heimwärts, zitternd vor Kälte und Angst.
Man kann ihnen kaum folgen, sie laufen auseinander
in Keller oder aufs Dach. So mancher irrt bis zum Morgen
und wirft sich ins sonnige Gras. Manch andrer grient
höhnisch verzweifelt tagsüber am Arbeitsplatz. Und dann
vergeht auch das.

Die Schlafenden ähneln dem Toten, und ist eine Frau dabei,
so ist der Geruch nur herber. Tot scheinen sie alle zu sein.
Jeder Leib liegt verklammert dem Bette, wie auf
blutigem Pflaster, verkrampft. Ach lange Fron am Tage,
nachts kurze Agonie. E s hüllt alle schlafenden Leiber
schmutzige Dämmerung ein. Nur einer liegt
unter den Sternen, der Tote ganz allein.

Tot scheint auch das Lumpenbündel, dort a n die Mauer gelehnt,
in der Sonnenglut. Es zeugt wohl von Vertrauen, wenn man
im Freien schläft. Zwischen Lumpen schimmert
ein Bart durch, es tummeln sich Fliegen darin.
Es krabbeln Passanten wie Fliegen
über die Straße hin. Der Bettler ist Bestand der Straße.
Sein Grinsen wird durch das Bartgras des Elends zugedeckt.
Das gibt ihm ein friedliches Aussehen. Den Alten hätte
treffen können ein gewaltsam-blutiger Tod. Er lebt,
ist Bestand der Straße. So ist, außer dem Blut,
alles Bestandteil der Straße.
Doch haben auf der Straße die Sterne das Blut erblickt.

Cesar Pavese


Verrà la morte e avrà i tuoi occhi —
questa morte che ci accompagna
dal mattino alla sera, insonne,
sorda, come un vecchio rimorso
o un vizio assurdo. I tuoi occhi
saranno una vana parola,
un grido taciuto, un silenzio.
Cosí li vedi ogni mattina
quando su te sola ti pieghi
nello specchio. O cara speranza,
quel giorno sapremo anche noi
che sei la vita e sei il nulla.

Per tutti l a morte ha uno sguardo.
Verrà la morte e avrà i tuoi occhi.
Sarà come smettere un vizio,
come vedere nello specchio
riemergere un viso morto,
come ascoltare un labbro chiuso.
Scenderemo nel gorgo muti.

Cesar Pavese


Der Tod wird kommen und deine Augen haben,
dieser Tod, der uns begleitet
von morgens bis abends, schlaflos,
dumpf, wie ein alter Gewissensbiß
oder ein törichtes Laster. Und deine Augen
werden ein leeres Wort sein,
ein verschwiegener Schrei, ein Schweigen.
So siehst du sie jeden Morgen,
wenn du dich über dich neigst, mit dir allein
im Spiegel. O teuere Hoffnung,
an jenem Tage werden auch wir es wissen,
daß du das Leben bist und das Nichts.

Für alle hat der Tod einen Blick.
Der Tod wird kommen und deine Augen haben.
Das wird sein wie das Ablegen eines Lasters,
wie wenn man ein totes Gesicht
wieder auftauchen sieht im Spiegel,
oder auf eine verschlossene Lippe horcht.
Wir werden stumm in den Strudel steigen.

Cesar Pavese


Sei la terra e la morte.
La tua stagione è il buio
e il silenzio. Non vive
cosa che piú di te
sia remota dall’alba.

Quando sembri destarti
sei soltanto dolore,
l’hai negli occhi e nel sangue
m a tu non senti. Vivi
come vive una pietra,
come la terra dura.
E ti vestono sogni
movimenti singulti
che tu ignori. Il dolore
come l’acqua di un lago
trepida e ti circonda.
Sono cerchi sull’acqua.
Tu li lasci svanire.
Sei la terra e la morte.

Cesar Pavese


Du bist die Erde und der Tod.
Deine Zeit ist das Dunkel
und die Stille. Nichts lebt
ferner der Morgenröte
denn du.

Scheinst du zu erwachen,
so bist du ganz. Schmerz;
in den Augen, im Blut
trägst du ihn, fühllos. Du
lebst wie ein Stein lebt,
wie die harte Erde.
Dich kleiden Träume,
ein Schluchzen, Regungen,
die du nicht kennst. Der Schmerz
bebt und umschließt dich
wie das Wasser eines Sees.
Auf dem Wasser sind Kreise.
Du läßt sie dahingehen.
Du bist die Erde und der Tod.

Cesar Pavese


DIE ERDE BIST DU und der Tod.
Deine Jahrzeit ist das Dunkel
und die Stille. Ferner lebt
nichts der Morgenröte.

Willst du erwachen,
bist du ganz Schmerz;
in den Augen, im Blut
trägst du ihn, fühllos,
lebst wie ein Stein,
wie die harte Erde.
Träume kleiden dich,
schluchzende, unbewusste.
Der Schmerz
bebt und umschliesst dich
wie Wasser eines Sees.
Alle lässt du dahingehn,
bist die Erde und der Tod.

Cesar Pavese


IN MEMORIAM

Amado Nervo, suave perfil, labio sonriente;
Amado Nervo, estrofa y corazón en paz:
mientras te escribo, tienes losa sobre la frente,
baja en la nieve tu mortaja inmensamente
y la tremenda albura cayó sobre tu faz.

Me escribías: «Soy triste como los solitarios,
pero he vestido de sosiego mi temblor,
mi atroz angustia de la mortaja y el osario
y el ansia viva de Jesucristo, mi Señor».

¡Pensar que no hay colmena que entregue tu dulzura;
que entre las lenguas de odio eras lengua de paz;
que se va el canto mecedor de la amargura,
que habrá tribulación y no responderás!

De donde tú cantabas se me levantó el día.
Cien noches con tu verso yo me he dormido en paz.
Aun era heroica y fuerte, porque aún te tenía;
sobre la confusión tu resplandor caía.
¡Y ahora tú callas, y tienes polvo, y no eres más!

No te vi nunca. No te veré. Mi Dios lo ha hecho.
¿Quién te juntó las manos? ¿Quién dio, rota la voz,
la oración de los muertos al borde de tu lecho?
¿Quién te alcanzó en los ojos el estupor de Dios?

Aún me quedan jornadas bajo los soles. ¿Cuándo
verte, dónde encontrarte y darte mi aflicción,
sobre la Cruz del Sur que me mira temblando,
o más allá, donde los vientos van callando,
y, por impuro, no alcanzará mi corazón?

Acuérdate de mí —lodo y ceniza triste—
cuando estés en tu reino de extasiado zafir.
A la sombra de Dios, grita lo que supiste:
que somos huérfanos, que vamos solos, que tú nos viste.
¡que toda carne con angustia pide morir!

Gabriela Mistral


IN MEMORIAM

Geliefde Nervo, zacht profiel, lachende lip;
Geliefde Nervo, strofe en hart in vrede:
terwijl ik je schrijf, heb je een plaat op je voorhoofd,
laat je lijkwade enorm in de sneeuw zakken
en het enorme spinthout viel op je gezicht.

Je schreef mij: «Ik ben verdrietig zoals de eenzamen
maar ik heb mijn beven in vrede gekleed
mijn gruwelijke angst voor de lijkwade en het knekelhuis
en het levende verlangen van Jezus Christus, mijn Heer».

Te bedenken dat er geen bijenkorf is die je zoetheid levert;
dat u onder de tongen van haat een taal van vrede was;
het rockende nummer van bitterheid is verdwenen
dat er verdrukking zal zijn en dat je niet zult reageren!

Van waar je mijn dag zong, steeg op.
Honderd nachten met uw vers ben ik in vrede in slaap gevallen.
Ze was nog steeds heldhaftig en sterk, omdat ze je nog steeds had;
bij verwarring viel je uitstraling.
En nu zwijg je, en heb je stof, en ben je niet meer!

Ik heb je nooit gezien. Ik zal je niet zien. Mijn God heeft het gedaan.
Wie heeft je handen ineengeslagen? Wie gaf, stem gebroken,
het gebed van de doden aan de rand van je bed?
Wie heeft u bereikt in de ogen van de verdoving van God?

Ik heb nog dagen onder de zonnen. Wanneer
tot kijk, waar je je kunt vinden en je mijn ellende kunt geven,
op het Zuiderkruis dat mij bevend aankijkt,
of verder, waar de wind stil is,
en zal hij, omdat hij onrein is, mijn hart niet bereiken?

Onthoud mij —droevige modder en as—
als je in je koninkrijk van extatische saffier bent.
Roep in de schaduw van God wat je wist
dat we wezen zijn, dat we alleen gaan, dat je ons hebt gezien.
dat alle vlees van angst vraagt om te sterven!

Gabriela Mistral


LXV

Madre, me voy mañana a Santiago,
a mojarme en tu bendición y en tu llanto.
Acomodando estoy mis desengaños y el rosado
de llaga de mis falsos trajines.

Me esperará tu arco de asombro,
las tonsuradas columnas de tus ansias
que se acaban la vida. Me esperará el patio,
el corredor de abajo con sus tondos y repulgos
d e fiesta. Me esperará mi sillón ayo,
aquel buen quijarudo trasto de dinástico
cuero, que pára no más rezongando a las nalgas
tataranietas, de correa a correhuela.

Estoy cribando mis cariños más puros.
Estoy ejeando ¿no oyes jadear la sonda?
¿no oyes tascar dianas?
estoy plasmando tu fórmula de amor
para todos los huecos de este suelo.
Oh si se dispusieran los tácitos volantes
para todas las cintas más distantes,
para todas las citas más distintas.

Así, muerta inmortal. Así.
Bajo los dobles arcos de tu sangre, por donde
hay que pasar tan de puntillas, que hasta mi padre
para ir por allí,
humildóse hasta menos de la mitad del hombre
hasta ser el primer pequeño que tuviste.

sí, muerta inmortal.
Entre la columnata de tus huesos
que no puede caer ni a lloros
y a cuyo lado ni el Destino pudo entrometer
ni un solo dedo suyo.

Así, muerta inmortal.
Así.

César Vallejo


LXV

Moeder, ik ga morgen naar Santiago,
om mij te drenken in je zegening en in je tranen.
Ik ben mijn teleurstellingen aan het bijstellen en de roze
wonde van mijn onechte beslommeringen.

Mij zal verwachten de boog van je verbazing,
de getonsureerde zuilen van je hunkeringen
waarvoor leven tekort is. Mij zal verwachten de patio,
de gang onderaan met zijn versierde rondingen en wanden
feestelijk. Mij zal verwachten mijn gouverneurszetel,
dat goeie oude meubel met stevige kaken van dynastiek
leder, dat stilstaat en niet meer moppert over de kont
van achterachterkleindochters, van riem tot lederen riem.

Ik ben mijn zuiverste liefdes aan het schiften.
Ik ben aan het assen, hoor je de sonde niet hijgen?
hoor je geen reveilles zwingelen?
ik ben jouw liefdesrecept aan het opstellen
voor alle holtes in deze bodem.
Och konden de zwijgzame sierstroken zich klaarmaken
voor alle meest losverre linten
voor alle meest verschillende afspraken.

Zo, onsterfelijke gestorvene. Zo.
Onder de dubbele bogen van je bloed, waarlangs
je zo op de toppen van je tenen moet passeren, dat zelfs mijn vader
om daarlangs te gaan,
zich verootmoedigde tot minder dan de helft van de man,
tot hij de eerste kleine was die jij baarde.
o, onsterfelijke gestorvene.
Tussen de zuilenrij van je beenderen
die zelfs niet door tranen kan instorten
en tussen wiens zijde zelfs het Lot geen enkele
van zijn vingers kon steken.

Zo, onsterfelijke gestorvene.
Zo.

César Vallejo

Vertaling Bart Vonck


LXV

Mutter, ich fahre morgen nach Santiago,
um mich mit deinem Segen und deinen Tränen zu benetzen.
Ich ordne meine Enttäuschungen und die gerötete
Wunde meiner falschen Laufereien.

Dein Bogen des Staunens wird mich erwarten,
die tonsurierten Säulen deiner Angste,
die das Leben verzehren. Der Innenhof wird mich erwarten,
der untere Hausgang mit seinem festlichen Zierat und Friesen.
Mein Hauslehrersessel wird mich erwarten,
das gute, kinnbackenstarke Möbel aus dynastischem
Leder, das nur beim Gesäß der Ururenkelinen aufhört,
von Riemen zu Riemen zu knarren.

Ich siebe meine reinsten Zuneigungen.
Ich ächze, hörst du nicht die Sonde keuchen?
Hörst du nicht den Weckruf knirschen
Ich bilde deine Formel der Liebe
für alle Löcher dieses Erdbodens.
Ach, wenn die verschwiegenen Flugblätter
all den fernsten Bändern,
all den verschiedensten Treffen zur Verfügung stünden.

So, unsterbliche Tote. So.
Unter den Doppelbögen deines Blutes, unter denen
man nur auf Zehenspitzen hindurchgeht, und wofür
sogar mein Vater
sich zu weniger als einer Manneshälfte erniedrigte,
bis er der erste Kleine war, den du hattest.

So, unsterbliche Tote.
Zwischen der Kolonnade deiner Knochen,
die nicht einmal durch Tränenströme zusammenbricht,
und an deren Seite nicht einmal das Schicksal
sich mit einem einzigen Finger einmischen konnte.

So, unsterbliche Tote.
So.

César Vallejo

Vertaling Curt Meyer-Clason


COSAS

A Max Daireaux

1  
Amo las cosas que nunca tuve
con las otras que ya no tengo.

Yo toco un agua silenciosa,
parada en pastos friolentos,
que sin un viento tiritaba
en el huerto que era mi huerto.

La miro como la miraba;
me da un extraño pensamieto,
y juego, lenta, con esa agua
como con pez o con misterio.

2  
Pienso en umbral donde dejé
pasos alegres que ya no llevo,
y en el umbral veo una llaga
llena de musgo y de silencio.

3  
Me busco un verso que he perdido,
que a los siete años me dijeron.
Fue una mujer haciendo el pan
y yo su santa boca veo.

4  
Viene un aroma roto en ráfagas;
soy muy dichosa si lo siento;
de tan delgado no es aroma,
siendo el olor de los almendros.

Me vuelve niños los sentidos;
le busco un nombre y no lo acierto,
y huelo el aire y los lugares
buscando almendros que no encuentro…

5  
Un río suena siempre cerca.
Ha cuarenta años que lo siento.
Es canturía de mi sangre
o bien un ritmo que me dieron.

O el río Elqui de mi infancia
que me repecho y me vadeo.
Nunca lo pierdo; pecho a pecho,
como dos niños, nos tenemos.

6  
Cuando sueño la Cordillera,
camino por desfiladeros,
y voy oyéndoles, sin tregua,
un silbo casi juramento.

7  
Veo al remate del Pacífico
amoratado mi archipiélago
y de una isla me ha quedado
un olor acre de alción muerto…

8  
Un dorso, un dorso grave y dulce,
remata el sueño que yo sueño.
Es el final de mi camino
y me descanso cuando llego.

Es tronco muerto o es mi padre
el vago dorso ceniciento.
Yo no pregunto, no lo turbo.
Me tiendo junto, callo y duermo.

9  
Amo una piedra de Oaxaca
o Guatemala, a que me acerco,
roja y fija como mi cara
y cuya grieta da un aliento.

Al dormirme queda desnuda;
no sé por qué yo la volteo.
Y tal vez nunca la he tenido
y es mi sepulcro lo que veo…

Gabriela Mistral


Dinge

1
Ich liebe Dinge, die ich niemals hatte,
und andere, die ich nicht mehr habe.

Ich berühre ein stilles Wasser
inmitten fröstelnder Gräser,
Wasser, das ohne Wind zittert,
im Garten, der mein Garten war.

Ich sehe es, wie ich es früher sah;
es bringt mich auf eine seltsame Idee,
zögernd spiele ich mit diesem Wasser,
als wäre es ein Fisch oder ein Geheimnis.

2
Ich denke an die Schwelle, die ich hinter mir ließ,
so fröhlich sind meine Schritte nicht mehr,
und auf der Schwelle ist eine Wunde,
eine Wunde voll Moos und Stille.

3
Ich suche ein Gedicht, das mir entschwand,
man erzählte es mir mit sieben,
da war eine Frau, sie buk Brot,
und ich kenne ihren heiligen Mund.

4
Es kommt ein Duft, verweht im Wind;
wenn ich ihn spüre, dann bin ich glücklich;
kein Hauch gleicht an Zartheit
dem Duft der Mandelbäume.

In meinen Gefühlen werde ich zum Kind;
ich suche einen Namen, er fällt mir nicht ein,
und ich rieche die Luft und das Land,
suche Mandelbäume, kann sie nicht finden…

5
Da rauscht ein Fluß in der Nähe.
Ich höre ihn seit vierzig Jahren.
Es ist ein Singen in meinem Blut,
oder ein Rhythmus, den man mir mitgab.

Oder der Elqui, Fluß meiner Kindheit,
ich wate gegen den Strom.
Das wird mir bleiben: Brust an Brust
halten wir uns wie zwei Kinder.

6
Wenn ich die Anden erträume,
dann wandere ich durch Schluchten.
Wandere und höre immerzu
ein Pfeifen, fast eine Beschwörung.

7
Weit draußen auf dem Pazifik
liegen schwarzblau meine Inseln,
und von einer blieb mir
der herbe Geruch nach toter Koralle…

8
Ein Rücken, ein sanfter und schwerer Rücken
beschließt den Traum, den ich träume.
Mein Weg ist zu Ende,
bin ich am Ziel, dann werde ich ruhen.

Es ist ein toter Stamm, vielleicht mein Vater,
der düstere, aschgraue Rücken.
Ich frage nicht mehr und störe ihn nicht.
Lege mich dazu, schweige und schlafe.

9
Ich mag einen Stein aus Guatemala
oder Oaxaca und gewinne ihn lieb;
er ist rot und fest wie mein Gesicht,
und er atmet durch einen Riß.

Schlafe ich ein, dann bleibt er nackt;
Ich weiß nicht, warum ich ihn mitnahm.
Und vielleicht gehörte er nie zu mir,
und was ich da sehe, das ist mein Grab…

Gabriela Mistral

Vertaling Rudolf Sittner


Sermón sobre la muerte

Y, en fin, pasando luego al dominio de la muerte,
que actúa en escuadrón, previo corchete,
párrafo y llave, mano grande y diéresis,
¿a qué el pupitre asirio? ta qué el cristiano púlpito,
el intenso jalón del mueble vándalo
o, todavía menos, este esdrújulo retiro?

¿Es para terminar,
mañana en prototipo del alarde fálico,
en diabetis y en blanca bacinica,
en rostro geométrico, en difunto,
que se hacen menester sermón y almendras,
que sobran literalmente patatas
y este espectro fluvial en que arde el oro
y en que se quema el precio de la nieve?
¿Es para eso, que morimos tanto?
Para sólo morir,
tenemos que morir a cada instante?
¿Y el párrafo que escribo?
¿Y el corchete deísta que enarbolo?
¿Y el escuadrón en que falló mi casco?
¿Y lall ave que va a todas las puertas?
¿Y la forense diéresis, la mano,
mi patata y mi carne y mi contradicción
bajo la sábana?

¡Loco de mí, lobo de mí, cordero
de mí, sensato, caballísimo de mi!
¡Pupitre, sí, toda la vida;
púlpito, también, toda la muerte!
Sermón de la barbarie: estos papeles;
esdrújulo retiro: este pellejo.

De esta suerte, cogitabundo, aurífero, brazudo,
defenderé mi presa en dos momentos,
con la voz y también con la laringe,
y del olfato físico con que oro
y del instinto de inmovilidad con que ando,
me honraré mientras viva – hay que decirlo;
se enorgullecerán mis moscardones,
porque, al centro, estoy yo, y a la derecha,
también, y, a la izquierda, de igual modo.

8 Dic. 1937

César Vallejo


PREEK OVER DE DOOD

En, uiteindelijk, overgaand dan tot de heerschappij van de dood,
die in eskadron optreedt, voorafgaand haakje,
paragraaf en sleutel, grote hand en klinkerscheiding,
waartoe de Assyrische lessenaar? Waartoe de christelijke kansel,
de intense ruk van het vandalistisch meubel
of, nog minder, deze toevlucht tot de klemtoon op de voorlaatste lettergreep?

Is het om te eindigen,
morgen in prototype van het fallisch vertoon,
in diabetes en in witte nachtpo,
in geometrisch gelaat, in overledene,
dat men nood heeft aan preek en amandelen,
dat er letterlijk aardappels te over zijn
en dit rivierspectrum waarin het goud brandt
en waarin opbrandt de prijs van d e sneeuw?
Is het daarom, dat we zoveel sterven?
Slechts om te sterven,
dat we op elk ogenblik moeten sterven?
En de paragraaf die ik schrijf?
En het deïstische haakje dat ik omhoog steek?
En het eskader waarin mijn helm het begeeft?
En de sleutel die op alle deuren past?
En de gerechtelijke klinkerscheiding, de hand,
mijn aardappel en mijn vlees en mijn contradictie onder het laken?

Gek van mij, wolf van mij, lam
van mij, verstandig, precies juist van mij!
Lessenaar, ja, heel het leven; kansel,

ook, heel de dood!
Preek van de barbarij: deze paperassen;
toevlucht tot de klemtoon op de voorlaatste lettergreep: deze huid.

In dit geval, peinzend, goudhoudend, armkrachtig,
zal ik mijn prooi verdedigen op twee momenten,
met de stem en ook met het strottehoofd,
en op de fysieke reuk waarmee ik bid
en op het instinct van onbeweeglijkheid waarmee ik stap,
zal ik trots zijn zolang ik leef – het moet gezegd;
mijn horzels zullen zich beroemen,
omdat, in het midden, ík sta, en rechts,
ook, en, links, eveneens.

8 dec. 1937

César Vallejo

Vertaling Bart Vonck


Predigt über den Tod

Und da wir endlich in das Reich des Todes eingehen,
der als Schwadron auftritt, nach vorheriger Einklammerung,
Paragraph und Schlüssel, grosse Hand und Trema,
wozu der assyrische Schreibtisch, wozu die christliche Kanzel,
der heftige Ruck des vandalischen Möbelstücks
oder, noch weniger, dieser proparoxytonische Schlupfwinkel?

Ist es, um morgen
als Prototyp der phallischen Prahlerei zu enden,
als Zuckerkranker und als weisses Nachtgeschirr,
als geometrisches Gesicht, als Verblichener,
dass Predigten und Mandeln notwendig werden,
dass buchstäblich Kartoffeln übrigbleiben
und dieses Flussgespenst, auf dem das Gold glüht
und in dem der Preis des Schnees verbrennt?
Sterben wir dafür soviel?
Müssen wir, nur um zu sterben,
jeden Augenblick sterben?
Und der Abschnitt, den ich schreibe?
Und die gottgläubige Einklammerung, die ich hochhalte?
Und die Schwadron, in der mein Helm versagte?
Und der Schlüssel, der in alle Türen passt?
Und das forensische Trema, die Hand,
meine Kartoffel und mein Fleisch und mein Widerspruch
unter dem Bettlaken?

Welch’ Narr bin ich, welche Wolfshaut, welch’ Lamm,
welch Vernünftiger, welch Ross!
Pult, ja, das ganze Leben über,
Kanzel, auch den ganzen Tod über!
Predigt der Barbarei, diese Papiere;
proparoxytonischer Schlupfwinkel, diese Haut.

Auf diese Weise, nachdenklich, goldglänzend, dickarmig,
werde ich meine Beute in zwei Augenblicken verteidigen,
mit der Stimme und auch mit dem Kehlkopf,
und auf den Körpergeruch, mit dem ich bete,
und auf den Unbeweglichkeitsinstinkt, mit dem ich gehe,
werde ich zeit meines Lebens stolz sein – das muss gesagt werden;
meine Pferdefliegen werden stolz sein,
denn im Mittelpunkt stehe ich und ebenso rechts
und ebenso links, gleichermassen.

8.Dezember 1937

César Vallejo

Vertaling Curt Meyer-Clason


LOS SONETOS DE LA MUERTE

              I

Del nicho helado en que los hombres te pusieron,
te bajaré a la tierra humilde y soleada.
Que he de dormirme en ella los hombres no supieron,
y que hemos de soñar sobre la misma almohada.

Te acostaré en la tierra soleada con una
dulcedumbre de madre para el hijo dormido,
y la tierra ha de hacerse suavidades de cuna
al recibir tu cuerpo de niño dolorido.

Luego iré espolvoreando tierra y polvo de rosas,
y en la azulada y leve polvareda de luna,
los despojos livianos irán quedando presos.

Me alejaré cantando mis venganzas hermosas,
¡porque a ese hondor recóndito la mano de ninguna
bajará a disputarme tu puñado de huesos!

              II

Este largo cansancio se hará mayor un día,
y el alma dirá al cuerpo que no quiere seguir
arrastrando su masa por la rosada vía,
por donde van los hombres, contentos de vivir…

Sentirás que a tu lado cavan briosamente,
que otra dormida llega a la quieta ciudad.
Esperaré que me hayan cubierto totalmente…
¡y después hablaremos por una eternidad!

Sólo entonces sabrás el por qué no madura,
para las hondas huesas tu carne todavía,
tuviste que bajar, sin fatiga, a dormir. 
Se hará luz en la zona de los sinos, oscura;
sabrás que en nuestra alianza signo de astros había
y, roto el pacto enorme, tenías que morir…

              III

Malas manos tomaron tu vida desde el día 
en que, a una señal de astros, dejara su plantel
nevado de azucenas. En gozo florecía.
Malas manos entraron trágicamente en él…

Y yo dije al Señor: —«Por las sendas mortales
le llevan. ¡Sombra amada que no saben guiar!
¡Arráncalo, Señor, a esas manos fatales
o le hundes en el largo sueño que sabes dar!

»¡No le puedo gritar, no le puedo seguir!
Su barca empuja un negro viento de tempestad.
Retórnalo a mis brazos o le siegas en flor».

Se detuvo la barca rosa de su vivir…
¿Que no sé del amor, que no tuve piedad?
¡Tú que vas a juzgarme, lo comprendes, Señor!

Gabriela Mistral


DE SONNETTEN VAN DE DOOD

I

Uit de ijzige nis waar mensen je neerlegden,
zal ik je neerlaten op de nederige, zonovergoten aarde.
Dat ik daar zal slapen, wisten mensen niet,
en dat we op hetzelfde kussen zullen dromen.

Ik zal je neerleggen op de zonovergoten aarde met de tederheid van een moeder voor haar slapende kind,
en de aarde zal de zachtheid van een wieg worden
terwijl ze je lichaam ontvangt, een kind in pijn.

Dan zal ik aarde en rozenblaadjes gaan strooien,
en in het blauwachtige, lichte laagje maanlicht,
zal het resterende licht gevangen worden gehouden.

Ik zal weggaan en mijn prachtige wraak zingen,
want naar die verborgen diepte zal geen hand
afdalen om je handvol botten van me af te pakken!

II

Deze lange vermoeidheid zal op een dag toenemen,
en de ziel zal het lichaam vertellen dat het niet langer
zijn massa wil
slepen over het rozenpad,
waar mensen gaan, tevreden om te leven…

Je zult voelen hoe ze snel naast je graven,
dat er weer een slaper aankomt in de stille stad.
Ik zal wachten tot ze me volledig bedekt hebben…
en dan zullen we een eeuwigheid spreken!

Pas dan zul je weten waarom je vlees niet rijpt,
voor de diepe botten,
moest je, zonder vermoeidheid, afdalen om te slapen.
Het licht zal dagen in het duistere rijk van het lot;
je zult weten dat er in onze alliantie een teken van de sterren was,
en, het enorme pact verbroken, moest je sterven…

III

Boze handen namen je leven vanaf de dag
dat je, op een teken van de sterren, je tuin
besneeuwd met lelies verliet. In vreugde bloeide hij.
Kwade handen kwamen tragisch in zijn leven…

En ik zei tegen de Heer: —“Ze leiden hem langs sterfelijke paden.
Geliefde schaduw, ze weten niet hoe ze hem moeten leiden!
Ruk hem, Heer, uit die noodlottige handen,
of dompel hem in de lange slaap die U wel weet te schenken!

“Ik kan niet tot hem roepen, ik kan hem niet volgen!
Een zwarte, stormachtige wind stuwt zijn boot voort.
Breng hem terug in mijn armen, of hak hem neer in zijn bloei.”

De roze boot van zijn leven kwam tot stilstand…
Dat ik niets van liefde weet, dat ik geen medelijden had?
U die over mij gaat oordelen, begrijpt U, Heer!

Gabriela Mistral


Death Sonnet I

From the icy niche where men placed you
I lower your body to the sunny, poor earth.
They didn’t know I too must sleep in it
and dream on the same pillow.

I place you in the sunny ground, with a
mother’s sweet care for her napping child,
and the earth will be a soft cradle
when it receives your hurt childlike body.

I scatter bits of earth and rose dust,
and in the moon’s airy and blue powder
what is left of you is a prisoner.

I leave singing my lovely revenge.
No hand will reach into the obscure depth
to argue with me over your handful of bones.

Gabriela Mistral


Canción de la Muerte

La vieja Empadronadora,
la mañosa Muerte,
cuando vaya de camino,
mi niño no encuentre.

La que huele a los nacidos
y husmea su leche,
encuentre sales y harinas,
mi leche no encuentre.

La Contra-Madre del Mundo,
la Convida-gentes,
por las playas y las rutas
no halle al inocente.

El nombre de su bautismo
–la flor con que crece —
lo olvide la memoriosa,
lo pierda, la Muerte.

De vientos, de sal y arenas
se vuelve demente,
y trueque, la desvariada,
el Oeste, y el Este.

Niño y madre los confunda
los mismo que peces,
y en el día y en la hora
a mí sola encuentre.

Gabriela Mistral


Lied van de Dood

De oude Volksteller,
de sluwe Dood,
moge zij, wanneer zij haar werk doet,
mijn kind niet vinden.

Zij die naar pasgeborenen ruikt
en hun melk opsnuift,
moge zij zout en meel vinden,
moge zij mijn melk niet vinden.

De Tegenmoeder van de Wereld,
de Uitnodiger van Mensen,
moge zij langs de stranden en de wegen
de onschuldige niet vinden.

De naam van zijn doop – de bloem waarmee hij groeit –
moge degene met de herinnering die vergeten,
moge de Dood die verliezen.

Van winden, van zout en zand
wordt zij krankzinnig,
en de ijlende verwisselt
West en Oost.

Moge zij kind en moeder verwarren
als vissen,
en overdag en op elk uur
moge zij mij alleen vinden.

Gabriela Mistral


Song Of Death

Old Woman Census-taker,
Death the Trickster,
when you’re going along,
don’t you meet my baby.

Sniffing at newborns,
smelling for the milk,
find salt, find cornmeal,
don’t find my milk.

Anti-Mother of the world,
People-Collector –
on the beaches and byways,
don’t meet that child.

The name he was baptized,
that flower he grows with,
forget it, Rememberer.
Lose it, Death.

Let wind and salt and sand
drive you crazy, mix you up
so you can’t tell
East from West,

or mother from child,
like fish in the sea.
And on the day, at the hour,
find only me.

Gabriela Mistral

Vertaling Le Guin, Ursula K.


Pero antes que se acabe

Pero antes que se acabe
toda esta dicha, piérdela atajándola,
tómale la medida, por si rebasa tu ademán; rebásala,
ve si cabe tendida en tu extensión.

Bien la sé por su llave,
aunque no sepa, a veces, si esta dicha
anda sola, apoyada en tu infortunio
o tañida, por sólo darte gusto, en tus falanjas.
Bien la sé única, sola,
de una sabiduría solitaria.

En tu oreja el cartílago está hermoso
y te escribo por eso, te medito:
No olvides en tu sueño de pensar que eres feliz,
que la dicha es un hecho profundo, cuando acaba,
pero al llegar, asume
un caótico aroma de asta muerta.

Silbando a tu muerte,
sombrero a la pedrada,
blanco, ladeas a ganar tu batalla de escaleras,
soldado del tallo, filósofo del grano, mecánico del sueño
(¿Me percibes, animal?
¿me dejo comparar como tamaño?
No respondes y callado me miras
a través de la edad de tu palabra).

Ladeando así tu dicha, volverá
a clamarla tu lengua, a despedirla,
dicha tan desgrc aciada de durar.
Antes, se acabará violentamente,
dentada, pedernalina estampa,
y entonces oirás cómo medito
y entonces tocarás cómo tu sombra es ésta mía desvestida
y entonces olerás cómo he sufrido.

César Vallejo


Doch bevor dieses ganze Glück endet

Doch bevor dieses ganze Glück endet,
verlier es, indem du es abschneidest,
nimm sein Maß, falls es deine Handbewegung übertrifft, übertreffe es,
sich zu, ob es gestreckt in deine Länge paßt.

Ich kenne es gut nach seinem Schlüssel,
obgleich ich manchmal nicht weiß, ob dieses Glück
allein geht, auf dein Unglück gestützt oder
nur, um dir einen Gefallen zu tun, auf deine Fingerknochen trommelt.
Ich weiß wohl, es ist einzig, einmalig,
von einer einsamen Weisheit.

In deinem Ohr schaut der Knorpel schön aus,
und drum schreibe ich dir, denke über dich nach:
Vergil in deinem Traum nicht, daran zu denken, daß du glücklich bist,
daß das Glück ein tiefer Tatbestand ist, wenn es endet,
aber bei seiner Ankunft
das chaotische Aroma eines toten Geweihs erwirbt.

Deinen Tod anpfeifend,
breitbandiger weißer Hut,
schwankst du beim Gewinnen der Treppenschlacht,
Soldat des Sprosses, Philosoph des Samenkorns, Mechaniker des Traums.
(Nimmst du mich wahr, Tier?
Bin ich mit deiner Statur vergleichbar?
Du antwortest nicht und musterst mich schweigsam
durch das Alter deines Wortes.)

Dein Glück solcherart wiegend, wird deine Zunge
wieder nach ihm rufen, es verabschieden,
ein Glück, so unglückselig zu dauern.
Statt dessen wird es gewalttätig enden,
gezackt, steinernes Bild,
und dann wirst du hören, wie ich nachdenke,
und dann wirst du berühren, wie dein Schatten mein eigener entkleideter ist,
und dann wirst du riechen, wie ich gelitten habe.

César Vallejo

Vertaling Curt Meyer-Clason


LA LLUVIA LENTA

Esta agua medrosa y triste,
como un niño que padece,
antes de tocar la tierra
        desfallece.

Quieto el árbol, quieto el viento,
¡y en el silencio estupendo,
este fino llanto amargo
        cayendo!

El cielo es como un inmenso
corazón que se abre, amargo.
No llueve: es un sangrar lento
        y largo.

Dentro del hogar, los hombres
no sienten esta amargura,
este envío de agua triste
        de la altura.

Este largo y fatigante
descender de aguas vencidas,
hacia la Tierra yacente
        y transida.

Llueve… y como un chacal trágico
la noche acecha en la sierra.
¿Qué va a surgir, en la sombra,
        de la Tierra?

¿Dormiréis, mientras afuera 
cae, sufriendo, esta agua inerte,
esta agua letal, hermana
        de la Muerte?

Gabriela Mistral


X

INVIERNO EN LA BATALLA DE TERUEL

¡Cae agua de revólveres lavados!
Precisamente,
es la gracia metálica del agua,
en la tarde nocturna en Aragón,
no obstante las construidas yerbas,
las legumbres ardientes, las plantas industriales.

Precisamente,
es la rama serena de la química,
la rama de explosivos en un pelo,
la rama de automóviles en frecuencias y adioses.

Así responde el hombre, así, a la muerte,
así mira de frente y escucha de costado,
así el agua, al contrario de la sangre, es de agua,
así el fuego, al revés de la ceniza, alisa sus rumiantes ateridos.
¿Quién va, bajo la nieve? ¿Están matando? No.
Precisamente,
va la vida coleando, con su segunda soga.

¡Y horrísima es la guerra, solivianta,
lo pone a uno largo, ojoso;
da tumba la guerra, da caer,
da dar un salto extraño de antropoide!
Tú lo hueles, compañero, perfectamente,
al pisar
por distracción tu brazo entre cadáveres;
tú lo ves, pues, tocaste tus testículos, poniéndote rojísimo;
tú lo oyes en tu boca de soldado natural.

Vamos, pues, compañero;
nos espera tu sombra apercibida,
nos espera tu sombra acuartelada,
mediodía capitán, noche soldado raso…
Por eso, al referirme a esta agonía,
aléjome de mí gritando fuerte:
¡Abajo mi cadáver! … Y sollozo.

César Vallejo


X

WINTER TIJDENS DE SLAG OM TERUEL

Er druipt water van gewassen revolvers!
Precies,
dat is de metalen genade van het water,
in de nachtelijke avond van Aragón,
ondanks de aangelegde grassen,
de blinkende groenten, de industriële planten.

Precies,
dat is de serene tak van de chemie,
de tak van explosieven op een haar,
de tak van auto’s bij geregeld komen en adieus.

Zo antwoordt de mens, zo, op de dood,
zo kijkt hij recht voor zich uit en luistert hij zijdelings,
zo bestaat het water, omgekeerd dan het bloed, uit water,
zo polijst het vuur, in tegenstelling tot de as, zijn verkleumde herkauwers.

Wie gaat, onder de sneeuw? Zijn ze aan het moorden? Nee.
Precies,
gaat het leven kwispelstaartend, met zijn tweede touw.

En door merg en been oorverdovend is de oorlog, ruit op,
languit legt hij iemand, hologig;
de oorlog graaft graf, velt verval,
doet springen een bizarre sprong van antropoïde!
Jij ruikt het, kameraad, perfect,
als je arm
per ongeluk tussen lijken trapt;
jij ziet het, want je raakte je testikels aan, zeer rood aanlopend;
jij hoort het in je mond van natuurlijke soldaat.

Laten we dan gaan, kameraad;
je gewaarschuwde schaduw wacht op ons,
je ingekwartierde schaduw wacht op ons,
’s middags kapitein,’s nachts gewoon soldaat…
Daarom, bij het verwijzen naar die doodsstrijd,
verwijder ik mij van mij luid schreeuwend:
Weg met mijn lijk!… En ik snik.

César Vallejo

Vertaling Bart Vonck


A Ribeiro Couto

País de la ausencia,
extraño país,
más ligero que ángel
y seña sutil,
color de alga muerta,
color de neblí,
con edad de siempre,
sin edad feliz.

No echa granada,
no cría jazmín,
y no tiene cielos
ni mares de añil.
Nombre suyo, nombre,
nunca se lo oí,
y en país sin nombre 
me voy a morir.

Ni puente ni barca
me trajo hasta aquí.
No me lo contaron 
por isla o país.
Yo no lo buscaba
ni lo descubrí.
Parece una fábula
que yo me aprendí,
sueño de tomar
y de desasir.
Y es mi patria donde
vivir y morir.

Me nació de cosas
que no son país:
de patrias y patrias
que tuve y perdí;
de las criaturas
que yo vi morir;
de lo que era mío
y se fue de mí.

Perdí cordilleras
en donde dormí;
perdí huertos de oro
dulces de vivir,
perdí yo las islas
de caña y añil,
y las sombras de ellos
me las vi ceñir
y juntas y amantes
hacerse país.

Guedejas de nieblas
sin dorso y cerviz,
alientos dormidos
me los vi seguir,
y en años errantes
volverse país.
Y en país sin nombre
me voy a morir.

Gabriela Mistral


Aan Ribeiro Couto

Land van afwezigheid,
vreemd land,
lichter dan een engel
en een subtiel teken,
de kleur van dood zeewier,
de kleur van een maretak,
met de leeftijd van de eeuwigheid,
zonder een gelukkige leeftijd.

Het draagt ​​geen granaatappel,
het groeit geen jasmijn,
en het heeft geen luchten
noch indigo zeeën.
Zijn naam, zijn naam,
ik heb hem nooit gehoord,
en in een land zonder naam
zal ik sterven.

Noch brug noch boot
bracht me hier.
Het werd me niet verteld
als een eiland of een land.
Ik heb het niet gezocht
noch ontdekt.
Het lijkt een fabel
die ik heb geleerd,
een droom van grijpen
en loslaten.

En het is mijn thuisland waar
ik zal leven en sterven.
Het werd voor mij geboren uit dingen
die geen land zijn:
uit thuislanden en thuislanden
die ik had en verloor;
van de wezens
die ik zag sterven;van wat van mij was
en me verliet.

Ik verloor bergketens
waar ik sliep;
Ik verloor boomgaarden van goud
zoet om in te leven,
ik verloor de eilanden
van suikerriet en indigo,
en ik zag hun schaduwen
om me heen cirkelen
en samen, liefhebbend,
een land worden.

Mistbochten
zonder rug of nek,
slapende ademtochten
ik zag ze volgen,
en in zwervende jaren
een land worden.
En in een naamloos land
zal ik sterven.

Gabriela Mistral


DOS ÁNGELES

No tengo sólo un Ángel
con ala estremecida:
me mecen como al mar
mecen las dos orillas
el Ángel que da el gozo
y el que da la agonía,
el de alas tremolantes
y el de las alas fijas.

Yo sé, cuando amanece,
cuál va a regirme el día,
si el de color de llama
o el color de ceniza,
y me les doy como alga
a la ola, contrita.

Sólo una vez volaron
con las alas unidas:
el día del amor,
el de la Epifanía.

¡Se juntaron en una
sus alas enemigas
y anudaron el nudo
de la muerte y la vida!

Gabriela Mistral


TWEE ENGELEN

Ik heb niet één engel
met trillende vleugels:
Ik word gewiegd als de zee,
beide oevers wiegen me,
de engel die vreugde schenkt
en degene die doodsangst schenkt,
de engel met fladderende vleugels
en degene met vaste vleugels.

Ik weet, wanneer de dageraad aanbreekt,
welke mijn dag zal beheersen,
of die de kleur van vlammen heeft
of de kleur van as,
en ik geef me aan hen over als zeewier
aan de golf, berouwvol.

Slechts één keer vlogen ze
met gevouwen vleugels:
op de dag van de liefde,
op Driekoningen.

De vleugels van hun vijand
voegden zich samen en legden de knoop
van dood en leven!

Gabriela Mistral