Leegte als inspiratiebron

Anselm Kiefer over de leegte en het oneindige

Voor de Duitse kunstenaar die denkt met beelden, die zijn gedachten uitdrukt in schilderijen en beeldhouwwerken, is de leegte altijd een bron van inspiratie geweest. In een interview met Klaus Dermutz reageert hij op diens opmerking over het Japanse begrip Ku, leegte, ik citeer:

(…) In der japanischen Philosophie ist Ku, die Leere, das fünfte Element. Die Leere hat in Ihrem Schaffen eine große Bedeutung.

Ich habe viel über den leeren Raum geschrieben, über den leeren Raum der Kindheit. Damit meine ich nicht so sehr die Tatsache, dass es keine Zerstreuungen wie Radio und Kino und so weiter gab, sondern das begriffslose Sehen, die absichtslose Wahrnehmung. Man kann das analog zum Beginn der Welt sehen, wo alles noch Immaterielle sich nicht manifestiert Habende Energie ist. So bilden sich im Laufe der Entwicklung Begriffe, Bilder, Kristallisationspunkte, wie in einer sich immer mehr ausbreitenden, ausgeleerten Flüssigkeit. Und diese Kristallisationspunkte, diese Gerinnungen, bleiben immer in einem
Bezug zu diesem ersten leeren Raum, Vergangenheit und Zukunft stehen in einer vielfältigen Beziehung zueinander. Je weiter ich in die eine Richtung, in die Vergangenheit, schreite, desto weiter komme ich in der anderen, der Zukunft, vorwärts. Ein bis ins Unendliche sich weitender Spagat. Pag. 18

De jeugd van Kiefer was zonder de indrukken die wij nu gewend zijn te ervaren door het gebruik van smartphones, computer en andere verbindingsmiddelen waardoor we voortdurend in de actie-modus staan. Altijd afgeleid, altijd met onze aandacht bij datgene wat op ons scherm verschijnt en wat we zelf oproepen. Kiefer wijst op het waarnemen van de werkelijkheid als een ‘begriffslose Sehen, die absichtslose Wahrnehmung’, waarneming die nog niet leunt op begrippen en op begrijpen. Er zit geen doel achter, geen bedoeling en er is ook geen betekenis die erin wordt gelegd. Kiefer verwijst zelfs naar het begin van de wereld, een verwijzing die de relatie voor hem aangeeft tussen een ‘oerbeginnen’, de kosmos, en de werkelijkheid en de waarneming ervan hier en nu. Voor Kiefer is alles wat hij maakt, ziet en denkt ook op de een of andere wijze relationeel verbonden met die ervaringen uit zijn jeugd waarin leegte centraal stond. Klaus Dermutz gaat daarop in als hij stelt:

Dem leeren Raum kommt in Ihrem Schaffen eine große Bedeutung zu. Sie haben mir einmal erzählt, dass Sie in Ihren Tagebüchern viel über den leeren Raum der Kindheit geschrieben haben. In diesem Zusammenhang entsteht der leere Raum durch die Entmaterialisierung, die wiederum durch …

. . . meditative Wiederholung entsteht. Der leere Raum ist für mich sehr wichtig, weil meine Kindheit einerseits sehr voll von Eindrucken und Gerüchen war, aber andererseits war sie ein sehr leerer Raum. Ein sehr, sehr leerer, zeitlich unbegrenzbarer Raum. Rein äußerlich war es dadurch begründet, dass nichts passiert ist. Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, in dem es kein Radio, keinen Fernseher, überhaupt keine Unterhaltung gab. Es war eine sehr leere Zeit, aber eine sehr reiche Zeit. Dieser Raum, der nicht eine Armut, sondern ein Reichtum ist, wurde später aufgefüllt. Ich bin dabei, diesen leeren Raum mit Benennbarem aufzufüllen.

Um es mit einem Paradoxon zu sagen: Es ist eine volle Leere.

Ja, eine volle Leere, die jetzt, wenn ich spreche, Interviews gebe, wenn ich arbeite, benannt wird. Der leere Raum wird benannt. Wenn man einen Rosenkranz betet, meditiert oder das Mantra sagt, wird der leere Raum erzeugt.

In feite doet Kiefer dus niks anders dan zijn ervaringen uit zijn jeugd opnieuw beleven en uitdrukken in verf, steen, lood en andere materialen. Zijn gedachten en ingevingen gebaseerd op die tijd krijgen opnieuw vorm en nu in een geheel andere gestalte komen ze aan het licht. Bron voor dit alles is de leegte, de onbegrensde ruimte uit zijn jeugd. Kiefer merkt op dat hij ook heeft leren kijken met die ogen en leegte is niet zomaar een filosofisch thema, het is ook een beschrijving van de werkelijkheid op atomair niveau. Een realiteit die wij met ons blote oog niet waarnemen maar die door onderzoek aan het licht komt. Leegte en volheid komen door de confrontatie met lege ruimtes in een andere relatie te staan. In het gesprek komt dit zo aan het licht:

Ich bin einmal in Japan in Kamakura gewesen und habe dort die große Buddha-Statue besucht. Ich bin von der Rückseite in die Statue hineingegangen, und was mich im Innern berührt hat, war die Leere. Buddha ruht in sich, er lächelt. Mit dem Christentum verbindet man ein anderes Bild, das des ecce homo. Mit Maria das Pietà-Bild bei der Kreuzesabnahme.

Der ecce homo ist ein brutales Ding. Ich werde heute immer noch überrascht, wenn ich ein Kruzifix sehe. Man sieht die Kruzifixe immer seltener, sie sind abstrakt geworden, aber früher gab es an jeder Wegkreuzung ein Kruzifix, an dem Blut herunterlief. So ein Kruzifix zu sehen ist etwas sehr Brutales und Komisches. Während die Vorstellung vom leeren Raum viel mehr umfasst, weil wir aus leerem Raum bestehen. Wir sind ja leer. Wenn man es atomphysikalisch nimmt, ist zwischen Elektron und Neutron ein unheimlich leerer Raum. Das Neutron ist in der Mitte, und das Elektron kreist außen herum. Wäre das Elektron so groß wie ein Fußball, hätte der Raum zwischen Elektron und Neutron die Dimensionen eines Fußballfeldes, d. h. dazwischen ist nichts. Wir sind an sich leerer
Raum. Wenn man sich das einmal klarmacht, kommt man zu einer anderen Vorstellung von allem. So wie es Gamma-Strahlen gibt, die in die Erde eindringen und auf der anderen Seite des Globus wieder austreten. Das wäre eine banale Erklärung des leeren Raumes oder eine assoziative unter Zuhilfenahme der neuesten Wissenschaftserkenntnis, aber dieses Gefühl des leeren Raumes habe ich schon lange Zeit.

Können Sie sich noch erinnern, ab wenn Sie die den Wunsch verspürten, den leeren Raum zu benennen?

Ein Bewusstsein davon hatte ich erst vor 20 Jahren – höchstens. Natürlich war das Wissen davor schon in mir vorhanden. Formuliert habe ich es erst vor 20 Jahren, besonders die gegenseitige Beeinflussung von leerem Raum und benanntem Raum.

Wenn ich Ihre Gemälde betrachte, habe ich die Empfindung, dass sie sowohl leere als auch stille Räume sind. Es sind Räume, in denen das Schweigen präsent ist.

Ja. Früher haben mich alte Fabriken angezogen, die leer standen, in denen nicht mehr gearbeitet wurde. In den alten Fabriken war das Wechselspiel, der Gegensatz der Leere und der Fülle sehr präsent. Es war niemand mehr da, aber gleichzeitig waren die Spuren der Arbeit vorhanden, die Spuren von Tausenden von Arbeitern. Das wäre jetzt ein plattes Beispiel für die Interdependenz von leeren und vollem Raum, für einen leeren Raum, der im Grunde sehr angefüllt ist, fast klaustrophobisch angefüllt ist. Pag 132-134

Leegte en lege ruimtes kunnen een effect oproepen van afgrijzen, een vrees voor de koude lege komos die ons omgeeft. Zoals in de trant van de uitspraak van de filosoof Friedrich Nietzsche, dat wij de aarde losgemaakt hebben van haar ketens aan God en nu zweven wij door een oneindige en onmenselijke kosmos, zonder houvast, zonder ‘grond’ en zonder perspectief of doel. Voor Kiefer ligt dit anders. De aarde en ook de mens blijft verbonden met de kosmos, met de sterren, met de hemel die de aarde omgeeft. In het werk van Kiefer komen tal van sterrenhemels terug. Dat is niet zonder zin. Sterren worden door Kiefer verbonden aan het lot van de mens, aan zijn lijden, zijn zoektocht, zijn levensloop. Sterren en de kosmos staan voor de oneindigheid die ons omgeeft en waar je je mee kunt verbinden. Daarin schuilt voor Kiefer ook een zekere troost. Eenzaamheid doet de mens beseffen dat er grote verlangens in hem schuilen en die verlangens kunnen leiden tot een gevoel van verbondenheid met het oneindige. In het gesprek komt dit zo tot uiting:

Geht es darum, das Zittern, van dem in Victor Hugos Gedicht Waterloo gesprochen wird, in sich wachzuhalten? Nicht in eine stabile Lage zu kommen, sondern von einer Niederlage ins Zittern gebracht zu werden – wie Sie es in Ihrem Zyklus Waterloo (1980-1982) dargestellt haben?

»Waterloo! Waterloo! Waterloo! morne plaine! ( … ) Quarantes ans sont passés, et ce coin de la terre (…) Tremble ençore d’avoir vu la fuite des géants!« Bei Victor Hugo ist es eine Verbindung von geologischer Zeit und menschlicher Geschichte … Diese beiden verschiedenen Zeiten verbindet Hugo, um das Pathos hervorzurufen. Jene Niederlage war so furchtbar, dass die Erde heute noch zittert. Durch die Verquickung verschiedener
Zeiten, wird das Ich in seiner Kurzlebigkeit mit einer geologischen oder kosmischen Zeit verbunden. Wir sind wie eine Sternschnuppe, es geht sehr schnell. Diese Verbindung ist natürlich auch ein Mittel des Trostes. Saul Bellow hat, glaube ich, einmal geschrieben: Spanne Deine Qualen an einen Stern. Die Menschen haben sich, damit sie überleben können, nicht mit den Grenzen, nicht mit ihrem Vorgarten begnügt. Dass man es aushält, immer wieder über diese Grenzen hinauszugehen und ins Unendliche zu schauen – das meint Celan wahrscheinlich auch mit Widerstand. Es gibt viele Angebote, sich zu beruhigen: den Konsum, die Gemütlichkeit und so weiter.

Wenn man den eigenen Schmerz an den Stern bindet, erhält der Schmerz eine kosmische Dimension.

Die kosmische Dimension ist einerseits eine schwindelerregende, andererseits auch eine tröstliche, weil sie vom eigenen Schicksal ins Allgemeine wegführt.

Damit kommt die Frage der Perspektive ins Spiel. Für Blaise Pascal ist der Mensch, wie es in den Pensées heißt, »nur ein Schilfrohr, das schwächste der Natur; aber er ist ein denkendes Schilfrohr. Es ist nicht nötig, dass das ganze Weltall sich waffne, ihn zu zermalmen: Ein Dampf ein Wassertropfen genügen, um ihn zu töten.«

Wird das eigene Leben, der eigene Körper, die eigene Existenz mit dem Kosmos verglichen, so wird all das – ins Kleine gekehrt – genauso unendlich. Diese Relationen finden sich auch in der Merkaba-Mystik: So weit es ins Große und Weite geht, so unendlich weit geht gleichzeitig auch den Abstieg ins eigene Selbst.

Führt die Anbindung des eigenen Schmerzes an eine kosmische Dimension wirklich zur Tröstung? Das Gefühl des Verlorenheit ist in den unendlichen Räumen des Universums noch viel stärker.

Es ist noch stärker, aber gleichzeitig tröstlich. In den Gegenden, in denen man am einsamsten ist, zum Beispiel an einem Meeresstrand, wo niemand ist, oder in den Bergen, wo nur ewiges Eis und ewiger Schnee sind, fühlt man sich zugleich am verbundensten.

Mit der Natur?

Mit allem. Man trägt in sich die Sehnsucht na der Auflösung. Vorher haben wir über das Hinausschwimmen ins Meer gesprochen. Wenn ich über die Alpen oder den Himalaya fliege, denke ich, wenn ich zum ewigen Eis und Schnee hinabschaue, da möchte ich sein. Die Sehnsucht geht zu diesem Ort hin. Wo man am einsamsten ist, ist man am verbundensten: Die Beziehung, die man mit allem hat, wächst ins Unendliche. Pag. 246-249

Als landschapschilder is de thematiek van het transcendente in het landschap mijn thema en de sacrale dimensie van het landschap is eigenlijk niet meer en niet minder deze verbondenheid en dit verlangen naar het oneindige. In die zin kan ik de woorden van Kiefer na voltrekken en daarom voel ik mij ook verwant met zijn werk. Bij Caspar David Friedrich speelt voor mijn gevoel een zelfde soort verlangen en ik zie het ook terug bij de Japanse schilderkunst en de landschappen van Ruisdael en anderen. Het landschap is een verbeelding, een verwoording in verf van het oneindige dat ons omgeeft en draagt. Daarom is het goed om je ogen op te doen en open te houden en het landschap op te nemen in je geest, je verbonden te voelen en je verlangen te leren kennen. Omdat deze nieuwe wijdte niet alleen een kwestie is van waarnemen maar van verinnerlijking, het transcendente, oneindige kan zo deel worden van je leven en je helpen om je dagelijkse beslommeringen te relativeren. Kiefer wijst ons een weg, een richting om in te kijken. Iets dat niet aan dovemans oren gezegd hoeft te zijn in deze tijd van afleiding en amusement. Misschien ontdek je zo wel waar je werkelijk voor wilt leven.

John Hacking
5 februari 2019

Kiefer, Anselm, die Kunst geht knapp nicht unter. Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz, Berlin 2010, (Suhrkamp)